Sehen Sie hier die Einrücke der Reisen mit dem Superschnellzug Shinkansen!
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Yokohama, 28.03.2010
Backstage – die Kollegen sitzen auf der Bühne. Das Konzert läuft auf einem Flachbildschirm. Es klingt wie eine Studioaufnahme. Einfach großartig!
Die „Bereitschaft“, Musiker, die im Krankheitsfall einspringen würden, ist zum warten verdammt. Das geht nicht ganz ohne Wehmut, ist aber sehr unterhaltsam in Gegenwart unseres Orchesterinspizienten und unserer Orchesterwarte.
Bernd, Benno, Ivan und Nuray.
Benno reicht Brot aus der Hofpfisterei herum, mit saurer Gurke und Leberwurst. Auf dem Tisch der japanischen Kollegen liegt eine riesige Salami: „die hat uns Nuray hingelegt.“ Bernd und Ivan lesen die Sportergebnisse im Internet nach und checken ihre e-mails.
Wo ist der Kühlschrank? Wer hat den Kuchen gebacken?
Es ist wie auf der Bühne, nichts ist unmöglich!
Alle individuellen Wünsche werden verständnisvoll aufgenommen und selbst zwei Minuten vor Beginn der Anspielprobe ist es noch möglich, die Kontrabässe noch einmal umzubauen. Die Herren sind wohl die meistbeschäftigten auf so einer Tournee. Die ersten auf der Bühne und die letzten im Hotel, wenn die Musiker bereits beim Abendessen sitzen.
Die Hingabe zur Musik und das freundschaftliche Verhältnis zu vielen Musikern scheint ihre Motivation zu sein. „Das spielt er wirklich schön“, sagt unser Inspizient Bernd kurz vom Computer aufschauend über das Horn-Solo.
Ohne unserem Inspizienten und ohne unsere Orchesterwarte ginge gar nichts! Danke, Jungs!
Alexander Preuss
Zu den ganz besonderen Instrumenten, die sich in Besitz der Münchner Philharmoniker befinden, gehören die Wagnertuben der „Erste Wiener Produktionsgenossenschaft der Musikinstrumentenmacher“. Diese sind mehr als hundert Jahre alt und wurden vermutlich schon zu Kaims Zeiten angeschafft. Bei Blechblasinstrumenten ist ein hohes Alter im Gegensatz zu den Streichern normalerweise kein Qualitätsmerkmal, doch unsere Tuben haben einen derart weichen und samtigen Klang, dass es eine Wonne ist, darauf zu spielen.
Im Gegensatz zu Wagnertuben der heutigen Generation sind sie viel enger mensuriert, der Klang liegt somit näher am Horn als am Tenorhorn. Da Wagner das von ihm entwickelte Instrument als „Horntuba“ bezeichnete, kann man davon ausgehen, dass er genau das wollte, zumal in seiner Villa in Tribschen ein, den unseren baugleiches Instrument, ausgestellt wird.
Unser ehemaliger Solohornist Eric Terwilliger, der uns als Aushilfe auf dieser Reise begleitet, ist ganz glücklich wieder einmal auf einem dieser herrlichen Instrumente spielen zu dürfen, denn das Symphonieorchester des BR, seine jetzige Wirkungsstätte, spielt auf neuen Instrumenten.
Selbst aus Wien blickt man mit Neid nach München, denn wir sind neben Boston und dem Kölner Gürzenich das einzige Orchester, das einen kompletten Satz (also zwei Tenortuben in B und zwei Basstuben in F) besitzt. Welch ein Privileg für ein „Bruckner-Orchester“ wie die Münchner Philharmoniker.
Uli Haider
Wenn einer eine Reise tut…braucht er einen Doktor?
Wenn 125 Orchestermusiker im fernen Japan auf Reise sind, ist es gut, einen guten Doktor in der Nähe zu wissen. Eine Orchestertournee ist eine Arbeitsreise, die Konzerte sollen, ja müssen hervorragend sein, eine Asientournee ist DIE Möglichkeit, sich auf einem der wichtigsten internationalen Klassikmärkte zu repräsentieren. Gesundheit ist also ein Muss, körperlich und geistig topfit sein, trotz Jetlag, Reisestrapazen, schlechten Betten…eine Herausforderung.
Christoph Völker begleitet die Münchner Philharmoniker seit 18 Jahren regelmäßig auf den großen internationalen Tourneen, er kennt fast alle Musiker namentlich, viele duzen ihn, einige gute Freundschaften sind im Laufe der Jahre entstanden.
Ursprünglich war seine Aufgabe die gesundheitliche Betreuung von Sergiu Celibidache auf den Tourneen, daher kam auch seine Anwesenheits-Pflicht während den Konzerten, „der Celi“ musste Christoph sehen können, nur dann fühlte er sich wohl. Dieser Pflicht ist er heutzutage entbunden, und dennoch sieht man unseren Doktor eigentlich in jedem Konzert, „aus Passion“, wie er sagt.
Er selber spielt Klavier, stand in seinen Studienjahren vor der Wahl, ob er Musik oder Medizin studieren solle, nun arbeitet er außerhalb unserer Tourneen als Internist im höchst anerkannten „Josephinum“ in München.
Auch heute sitzt er wieder im Konzert, Bruckner 8, er genießt dieses monumentale Werk…wie oft hat er dieses Stück mit uns wohl schon gehört? Er überlegt eine Weile, „15 bis 20 mal?“ sagt er mit einem breiten Lächeln. Was hat sich in dieser langen Zeit verändert? „ Früher waren die Tourneen deutlich länger, manchmal drei bis vier Wochen, das war schon sehr lang, zu lang. Die Kollegen waren zu meiner Anfangszeit…“ jetzt nicht falsches sagen „…ein bisschen granteliger, es wurde öfter mal über dies und jenes gemeckert. Heute ist das Orchester besser durchmischt, es sind sehr viele junge Mitglieder dazugekommen, irgendwie offener, es herrscht eine unglaublich hohe Motivation. Eine große Verbesserung für mich stellt das Handy dar. Ich kann mich freier bewegen, da ich im Ernstfall immer erreichbar bin.“ Wie die Reiseleitung, das Management und die Orchestervorstände bekommt auch er ein Diensthandy für die Dauer der Konzerttournee zur Verfügung gestellt.
Was sind die normalen medizinischen Behandlungen auf so einer Reise, was waren die schlimmsten, die skurrilsten Fälle? Namen werden natürlich nicht genannt, ärztliche Schweigepflicht. „Magen-Darm Erkrankungen kommen häufiger vor, ebenso Erkältungskrankheiten, beides kann die Einsatzfähigkeit eines Musikers enorm einschränken. Manche Musiker schlafen Jetlag-bedingt über mehrere Tage kaum eine handvoll Stunden, da gebe ich auch schon mal eine Schlaftablette.“ Nun wird Christoph ernst: “Der dramatischste Fall war ein Kollege mit einer akuten Magenblutung während eines Fluges, ich konnte bis zur Landung die notwendige Erstversorgung durchführen, das war sehr knapp!“ Christoph Völker als Lebensretter.
Lohnt sich der ganze Aufwand? “Verdient” er etwas, ist es ein Geschäft, ein Auskommen, eine karge Aufwandsentschädigung? „Es ist ein Hobby, Geld wird in München verdient“. Sicherlich, er bekommt einen Tagessatz bezahlt, doch der ist mit seinem Einkommen in München, welches während der Reise ruht, nicht vergleichbar. „wären diese Freundschaften im Orchester nicht, würde ich diesen Aufwand nicht auf mich nehmen.“
Viele große Orchester leisten sich einen Reisearzt, die Kollegen der Berliner Philharmoniker, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Staatsoper München, sie alle können und wollen auf dieses gute Gefühl der medizinischen Betreuung nicht verzichten. „Ich würde nicht mit einem anderen Orchester fahren, ich bleibe exklusiv bei den Münchner Philharmonikern“ Jetzt lacht er laut. Sowieso wirkt Christoph Völker immer gut gelaunt, ein geschätzer “Kollege”, ob als treuer Zuhörer, als Teinehmer einer Sightseeing-Tour, vielleicht auch mal als Partner auf dem Tennisplatz…oder eben als der Reisearzt unseres Vertrauens.
Sehen Sie hier das Video zur Anreise nach Osaka!
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Um auf unserer Tournee einen Eindruck von der wunderbaren Tradition und Kultur Japans zu bekommen, nutzen zahlreiche Kollegen gleich nach der Ankunft in Osaka die Gelegenheit, mit dem Bus in die alte Kaiserstadt Kyoto zu fahren.
Nach knapp 16 Stunden Reise NOCH eine zweistündige Busfahrt, im Stau stehen und das mit immer schwerer werdenden Augenlidern…
Manch einer fragt sich, ob ein Mittagsschläfchen im Hotel vielleicht doch die bessere Alternative gewesen wäre?
Der Kaiserpalast in Kyoto, die Tempel und die herrlichen Kirsch- und Kamelienblüten lassen die Bedenken jedoch rasch verschwinden und am frühen Abend kommt eine müde, aber glückliche und an Eindrücken reiche Reisegruppe im Hotel in Osaka an.
Eine etwas kleinere Gruppe hat am dritten Tag in Osaka die Gelegenheit genutzt, nach Nara, der ältesten Kaiserstadt Japans, zu fahren.
Schon bei der Ankunft wird man von freilaufendem Wild begrüßt, das sich auf allen Straßen und Gassen tummelt. Auf dem Weg zur größten Buddah- Statue Japans fallen dann die ersten Regentropfen, die sich innerhalb kürzester Zeit zum hartnäckigen Dauerregen auswachsen.
Nach drei Stunden Sightseeing und Rehefüttern kehren wir völlig durchnässt, aber zufrieden und beeindruckt mit dem Expresszug nach Osaka zurück und freuen uns auf das erste Konzert der Tournee.
„Bravooo!“, krakeelt es aus dem 2. Rang über der Bühne.
Der Schlussakkord ist noch nicht verhallt. Seine Kraft steht noch im Raum, wird fortgetragen von diesem Schrei der in Begeisterung übergeht, die wie eine Welle über das Publikum schwappt.
Niemand kann dem Rufer böse sein – es kam von Herzen -, auch wenn sich Christian Thielemann wenig später erschrocken an die Brust fast, lächelnd.
Endlich Bruckner – „Die Achte“! Ein Heimspiel, könnte man sagen. Nur eine kurze Anspielprobe und zwei Proben, die zehn Tage zurückliegen. Das muss reichen!
Die Ernsthaftigkeit beim Musizieren ist hier eine besondere. Einiges entsteht auf der Bühne und Vieles war einfach schon da, gehört dem Orchester seit Jahren und ist nicht zu erklären. Sicher hat es mit der vielbeschworenen Bruckner-Tradition zu tun. Hier wird sie lebendig.
Und das spürt auch das Publikum. Vom Schreihals angefeuert, beruhigt es sich kaum. Selbst als das Orchester längst die Bühne verlassen hat, hält der Beifall
minutenlang an. Christian Thielemann muss noch einmal raus. Den Frack übergeworfen, ohne Fliege mit offenem Hemd nimmt er die Ovationen entgegen.
Vorbei an den erfüllten und geduldig auf Autogramme wartenden Zuhören geht es vom Bühneneingang direkt in die Busse zum Flughafen – weiter nach Tokyo!
Alexander Preuß
„Architektur ist Kampf gegen den rechten Winkel“, hat mein Klavierlehrer oft gesagt und damit auch immer die Art des Musizierens gemeint.
Der Satz stammt sinngemäß vom berühmten brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer: „Der rechte Winkel zieht mich nicht an(…) Was mich anzieht, ist die freie und sinnliche Kurve, die ich in den Bergen meines Landes finde, im mäandernden Lauf seiner Flüsse, in den Wolken des Himmels,
im Leib der geliebten Frau. Das ganze Universum ist aus Kurven gemacht.“
Die japanischen Großstadtarchitekten scheinen ihn nicht gekannt zu haben(Es ist noch nicht zu spät, Niemeyer wird im Dezember 103 Jahre alt!).
Osaka und auch Nagoya haben den Kampf gegen den rechten Winkel verloren!
Diese Städte sind, architektonisch betrachtet, unmusikalisch im Sinne meines Klavierlehrers.
Allerdings wissen die Japaner sich zu helfen. Entlang einer der Magistralen Nagoyas sind fähnchenbehangene Säulen aufgestellt, die den Fußgänger permanent mit Musik beschallen. Einer Mischung aus Mozart-Pop und Richard Claydermann. Die Ampeln zwitschern dazu wie Vögel, wenn es grün wird. Ein schwacher Trost. Denn grün ist es nicht in den Metropolen und die Vögel sind lange weg.
Vielleicht ist die japanische Großstadtarchitektur Ausdruck der Selbstlosigkeit ihrer Bewohner. Die Menschen sind Zuvorkommend bis zur Selbstverleugnung. Einer alten Dame auf den Fuß getreten, entschuldigt sie sich mit tiefen Verbeugungen für Ihre Unaufmerksamkeit.
Der musikalische Gegensatz zur Betonmonumentalität Osakas und Nagoyas ist die japanische Küche. Da glaubt man die Tradition zu spüren – nicht nur der Kochkunst, sondern auch des „Dienens“. Hier ist Geben plötzlich ganz natürlich. Ganz ohne rechte Winkel – und für den Gaumen hochmusikalisch.
Alexander Preuß
Der dritte Konzerttag, zum ersten mal Bruckner 8 auf dieser Tournee.
Der Vormittag begann entspannt, das Konzert ist um 14:00 Uhr, Anspielprobe um 12:45, ein kurzer Vormittag um Souveniers für die Daheimgebliebenen zu erstehen, die Kirschblüte zu bewundern oder einfach auszuschlafen…Bruckner 8, diese gigantische, fast zweistündige Symphonie verlangt höchste Konzentration, körperlich sicherlich eines der anstrengensten Werke für jeden Musiker. 14:00 Uhr, für uns ein höchst ungewöhnlicher Zeitpunkt für ein Konzert, in Japan ganz normal, es ist Samstag, die Büros sind geschlossen. Die blühenden Kirschbäume erfreuen das Auge, die Sonne scheint, endlich kann der Regenschirm im Koffer bleiben.
Anspielprobe…die letzte Probe dieses Werkes ist schon ein paar Tage her, ist uns die Akustik noch von der letzten Tournee vertraut? Es klingt überwältigend, wieder einmal, gute Akustik wird zur Normalität , wunderbar.
Das Konzert ausverkauft, das Publikum feiert uns, Beifall, Jubel, das Orchester, die einzelnen Solisten, Christian Thielemann werden ausgiebig beklatscht, ein Zuschauer ruft unmittelbar nach dem Verklingen der letzten Note ein lautes “Bravo”, einige andere klatschen mit…schade, die 30 Sekunden Ruhe, die Thielemann einzufordern versucht, werden zerklatscht…dennoch, dieser Applaus, der Jubel, das ist es, das ist der “Kick”, der uns so manche Strapaze vergessen lässt.
Nach dem Konzert auf zum Flughafen, Flug nach Tokyo, Ankunft um 20:45, Busfahrt zum Hotel Okura, die Koffer werden noch nicht da sein, heisst es zumindest in unserem Reiseplan…doch alle Koffer befinden sich schon auf den Zimmern. Ob alle Instrumente morgen rechtzeitig in Yokohama sein werden, ist nicht gesichert, es sind 1200km von Fukuoka nach Yokohama…ein ernsthaftes Problem, es werden vorsorglich Instrumente vor Ort gemietet, unter den Kollegen breitet sich leichte Nervosität aus…die Japaner werden das schon schaffen!!
Das Hotel Okura in Tokyo ist uns vertraut, es wurde in den sechziger Jahren als eines der ersten “westernstyle” Hotels gebaut, hat Charme, liegt jedoch im Botschaftsviertel, kaum Leben in den Strassen, Restaurants sind geschlossen…Viele Kollegen kennen Tokyo gut, wissen wohin, manch einer hat “seine” Sushi-Bar, hoffentlich hat sie noch geöffnet. Ein ereignissreicher Tag geht zu end
e.
Der erste Reisetag innerhalb Japans. Japan ist anders. Koffer werden separat transportiert, Shinkansen sind zwar sehr schnell, aber auch sehr beengt, keinen Platz für´s Gepäck. Am Vorabend des Reisetages müssen die Koffer bis 24:00 Uhr vor der Hotelzimmertür stehen. Einerseits angenehm, keine Koffer tragen zu müssen, andererseits braucht man eine zweite Reisetasche und eine gewisse Kleidungs-Planung. Eine Kollegin träumt schon von Kleidungs-Fehlplanungen…
Nach unserem ersten viel bejubelten Konzert in Osaka nun also nach Nagoya, für den Shinkansen ein 60 minütiger Katzensprung. Sind es 300 oder 400 km/h? Die „freie Zeit“ wird individuell genutzt, schlafen, essen, Gespräche über das gestrige Konzert, die MPhil-Arbeitsgruppe der Jugendarbeit plant zukünftige Projekte, Fotos für den Blog werden editiert, überhaupt viele Computer, arbeiten, DVD schauen, Playstation spielen.
Japan ist anders. Zuhause Sonnenschein bei 20 Grad, hier regnet es seit 4 Tagen. Busfahren heißt hier im Stau sehen, wo ist endlich das Hotel, kenne ich es von einer früheren Tour? Geldautomaten gibt es an jeder Straßenecke, doch EC-Karten nimmt kaum einer, wie komme ich an Geld?
Bis zur Anspielprobe noch gute 3 Stunden, Sightseeing fällt wetterbedingt ins Wasser, also etwas essen. Von außen weiß man seltenst, welche Speisen im Restaurant serviert werden, egal, in Japan ist alles köstlich…einer der Gründe für die gute Stimmung im Orchester?
Die ersten Kollegen finden sich im Aichi Arts Center ein, sofern sie den Künstlereingang in der Parkgarage gefunden haben. Die Osaka Symphony Hall klang sehr gut, dieser Saal klingt hervorragend. Warum gibt es in jeder japanischen Stadt einen fantastischen Konzertsaal? Wie viel differenzierter der Klang, so viel mehr Klangfarben, das Zusammenspiel so einfach…beneidenswert!
Japan ist anders. Heute dürfen keine Zugaben gespielt werden, weder von Vadim Repin noch von uns, auch wenn das Publikum nach der 5. Beethoven noch so frenetisch klatscht, um 22:00 Uhr müssen alle Instrumente verladen sein, den Grund hierfür kennt keiner so genau. Die Bravorufe scheinen heute noch lauter zu sein, ein älterer Herr im Publikum schwenkt eine weiß-blaue Bayern-Fahne, Thielemann wirkt gelöst, freut sich, umarmt den Konzertmeister, unser zweites Konzert ist vorbei, keine Meistersänger-Ouvertüre als Zugabe…schade eigentlich.
Schnell ins Hotel, der Koffer muss in die Lobby gebracht werden, dann schwärmen wir wieder aus, um in einer der unzähligen Restaurants den Abend ausklingen zu lassen…spät abends sitzen einige Kollegen in einer Ecke der Hotellobby mit Ihren Computern, es gibt kostenlosen Internetzugang, Kontakt halten, mailen, Nachrichten aus Deutschland lesen…die Stimmung im Orchester ist gut, sehr gut sogar… sollte das auch mit der Nachricht über unseren neuen Chefdirigenten zu tun haben? Vielleicht…