Bereits 1906 hatte Maurice Ravel die Komposition eines Walzers als Hommage an Johann Strauß geplant, aber erst 1919 entstand das im Untertitel als "choreographische Dichtung" bezeichnete und von Ravel als "Apotheose des Wiener Walzers" apostrophierte Werk "La Valse": "Durch wirbelnde Wolken sind Walzer tanzende Paare erkennbar. Allmählich teilen sich die Wolken, und man sieht eine große Halle mit einer tanzenden Menschenmenge. Das Licht der Kandelaber verbreitet sich in strahlendem Fortissimo, ein österreichischer Ballsaal um 1855 wird sichtbar..." Was vor dem Krieg als unbeschwerte Huldigung an ein Emblem der K. und K. Monarchie konzipiert war, geriet dem Komponisten nach dem 1. Weltkrieg unversehens zu einem katastrophischen Portrait und spiegelt so die Untergangsstimmung des Fin-de-siècle, die wenig später in Kriegsbegeisterung umschlug.
Lebensdaten des Komponisten:
Geboren am 7. März 1875 in Ciboure (Département Basses-Pyrénées / Südwestfrankreich); gestorben am 28. Dezember 1937 in Paris.
Entstehung:
Erste Pläne zum Ballett „La valse“, das bis 1914 den Arbeitstitel „Wien“ trug, reichen ins Jahr 1906 zurück; als Ravel zwischen Dezember 1919 und April 1920 im Dorf Lapras (Départe-ment Ardèche / Südostfrankreich) das Werk zunächst in Versionen für Klavier solo und Kla-vier-Duo vollendete, wurde es in „La valse“ („Der Walzer“) umbenannt. Der konkrete Schaf-fensimpuls ging auf Sergej Diaghilew zurück, der „La valse“ durch die "Ballets russes" - zu-sammen mit Strawinskys „Pulcinella“ - zur Uraufführung bringen wollte, was sich jedoch zer-schlug.
Widmung:
Gewidmet Misia Sert, geb. Godebska (1872 - 1950), die aus einer polnisch-französischen Künstlerfamilie stammte und in Paris einen berühmten Salon unterhielt.
Uraufführung:
Am 12. Dezember 1920 in Paris (Orchester der „Concerts Lamoureux“ unter Leitung von Camille Chevillard); vorausgegangen war am 23. Oktober 1920 im Kleinen Konzerthaus-Saal in Wien eine Voraufführung in der Version für zwei Klaviere (im Rahmen eines Konzerts des von Arnold Schönberg gegründeten ‚Vereins für musikalische Privataufführungen’; Solisten: Maurice Ravel und Alfredo Casella). Erstaufführung der von Ravel selbst konzipierten Bal-lett-Version: Am 23. Mai 1929 in der Pariser Opéra (Compagnie Ida Rubinstein; Dirigent Maurice Ravel; Choreographie: Bronislawa Nijinska; Bühnenbild und Kostüme: Alexandre Benois).
Zubin Mehta, Dirigent
Zubin Mehta, Dirigent
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Die nächsten Konzerte
18. und 19. September 2010
Zubin Mehta dirigiert Mahler
Giuseppe Verdi
Ouvertüre zu "La forza del destino"
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie D-Dur KV 504 "Prager Symphonie"
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 1 D-Dur (fünfsätzige Urfassung)
Zubin Mehta, Dirigent
21. und 22. September 2010
Bruch Violinkonzert
Anton Webern
Passacaglia op. 1
Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Violine
24. September bis 3. Oktober 2010
Südamerika-Tournee
Zusammen mit Ehrendirigent Zubin Mehta und Mayuko Kamio als Solistin reisen die Münchner Philharmoniker nach Südamerika um Konzerte in Sao Paulo, Rio de Janeiro und Buenos Aires zu geben. Mit im Gepäck sind Werke von Bruch, Mahler, Mozart, Tschaikowsky und Webern.
News aus dem Orchester
Mit Beginn der Saison 2010/2011 begrüßen wir zwei neue Mitglieder in unserem Orchester! Helena Madoka Berg ist das neue Gesicht bei den 1. Violinen und Monika Leskovar wird als Solocellistin am ersten Pult unserer Cellogruppe sitzen. >>>
Praktikum im Künstlerischen Betriebsbüro
Einmal hinter die Kulissen blicken und in der Organisation eines großen Symphonieorchesters mitwirken? Im Künstlerischen Betriebsbüro der Münchner Philharmoniker ist ab sofort eine Praktikantenstelle zu besetzen. >>>


