Mahler vollendete seine 7. Symphonie im Jahre 1905. Schon ein Jahr zuvor hatte er die beiden "Nachtmusiken" komponiert, die übrigen Sätze folgten dann in unmittelbarem Anschluss an die Fertigstellung der sechsten Symphonie, der sogenannten "Tragischen". Auch wenn Mahler seiner "Siebten" kein eigenständiges Programm voranstellte, erkannten seine Zeitgenossen nichtsdestotrotz "eine Rückkehr ins Leben, zur Freude am Werden und Sein". Mahlers Hoffnung, dass sich sein Opus "in Folge seines heiteren Charakters als auch seiner verhältnismäßig kleinen Orchesterbesetzung" auf den Konzertpodien schnell durchsetzen würde, erwies sich als trügerisch. Der Mahler-Biograph Blaukopf machte dafür nicht zuletzt die Aufführungsbedingungen in den damaligen Konzertsälen verantwortlich. Auf Grund akkustischer Gegebenheiten hätten die "vielschichtigen Klangcollagen" entscheidend an Deutlichkeit verloren.
Lebensdaten des Komponisten:
Geboren am 7. Juli 1860 in Kalischt/Böhmen (heute: Kaliste/Tschechien); gestorben am 18. Mai 1911 in Wien.
Entstehung:
Im Gegensatz zu den vorhergehenden Sinfonien, deren Entstehungszeiträume (von meist zwei Jahren) sich im stets gleichbleibenden Rhythmus ablösten, ist die Entstehung der 7. Sinfonie mit der ihrer Vorgängerin unmittelbar verzahnt: die im Sommer 1904 in Maiernigg am Wörther See entworfenen "Bauskizzen" der ´"Siebten" sowie die beiden "Nachtmusiken" (Sätze 2 und 4) entstanden noch vor Beendigung des Finales der "Sechsten". Die restlichen drei Sätze (Sätze 1,3 und 5) wurden dann im Sommer 1905 im Anschluss an die im Mai in Wien beendete Instrumentierung der 6. Sinfonie zu Papier gebracht. Am 15. August 1905 telegraphierte Mahler seinem Freund Guido Adler aus Kärnten: "Septima mea finita est. Credo hoc opus fauste natum et bene gestum !" (Meine Siebte ist fertig geworden. Ich glaube, dieses Werk ist glücklich geboren und wohl geraten !)
Uraufführung:
Am 19. September 1908 in Prag im Konzertsaal des für die "Jubiläumsausstellung" zum 60jährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josephs errichteten Ausstellungsgebäudes (Orchester der Tschechischen Philharmonie unter Leitung des Komponisten); im Rahmen der Ausstellung wurde ein Zyklus von zehn "Philharmonischen Konzerten" veranstaltet, deren erstes und letztes Mahler dirigierte - das letzte war ausschließlich der Uraufführung seiner 7. Sinfonie gewidmet.
Zubin Mehta, Dirigent
Zubin Mehta, Dirigent
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Die nächsten Konzerte
18. und 19. September 2010
Zubin Mehta dirigiert Mahler
Giuseppe Verdi
Ouvertüre zu "La forza del destino"
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie D-Dur KV 504 "Prager Symphonie"
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 1 D-Dur (fünfsätzige Urfassung)
Zubin Mehta, Dirigent
21. und 22. September 2010
Bruch Violinkonzert
Anton Webern
Passacaglia op. 1
Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Violine
24. September bis 3. Oktober 2010
Südamerika-Tournee
Zusammen mit Ehrendirigent Zubin Mehta und Mayuko Kamio als Solistin reisen die Münchner Philharmoniker nach Südamerika um Konzerte in Sao Paulo, Rio de Janeiro und Buenos Aires zu geben. Mit im Gepäck sind Werke von Bruch, Mahler, Mozart, Tschaikowsky und Webern.
News aus dem Orchester
Mit Beginn der Saison 2010/2011 begrüßen wir zwei neue Mitglieder in unserem Orchester! Helena Madoka Berg ist das neue Gesicht bei den 1. Violinen und Monika Leskovar wird als Solocellistin am ersten Pult unserer Cellogruppe sitzen. >>>
Praktikum im Künstlerischen Betriebsbüro
Einmal hinter die Kulissen blicken und in der Organisation eines großen Symphonieorchesters mitwirken? Im Künstlerischen Betriebsbüro der Münchner Philharmoniker ist ab sofort eine Praktikantenstelle zu besetzen. >>>


