Mit der lange Zeit populärsten Symphonie Mahlers, der von 1888 bis 1894 über einen Zeitraum von sechs Jahren entstandenen "Zweiten", nach ihrem Schlusschor "Auferstehungssinfonie" genannt, beginnt die Trias der sog. "Wunderhorn"-Symphonien: bis hin zur "Vierten" hat Mahler seine Symphonien mit den gleichzeitig entstandenen Vokalkompositionen auf Texte aus "Des Knaben Wunderhorn" aufs Engste vernetzt. Dennoch ist es in der 2. Symphonie nicht der mit dem "Urlicht"-Einschub offen zu Tage liegende "Wunderhorn"-Bezug, der die Sonderstellung von Mahlers "Zweiter" unterstreicht, sondern es sind die mit den eschatologischen Themen "Tod" und "Auferstehung" besetzten Ecksätze, die die Symphonie zur Trägerin philosophischer Botschaften machen. Das Menschheitsproblem vom Werden, Vergehen und Auferstehen wird in einem gewaltigen symphonischen Fresko beschworen, das nach Beethovens erlauchtem Vorbild die menschliche Stimme als "ultima ratio" weltanschaulicher Überzeugungskraft mit einbezieht. Das brausende Orgel-Plenum der Schlusstakte weist in die Sphäre des Sakralen, in der Beethovens "Per aspera ad astra" aufgeht in Mahlers "Zu Gott wird es dich tragen".
Lebensdaten des Komponisten:
Geboren am 7. Juli 1860 in Kalischt / Böhmen (heute: Kaliste / Tschechien); gestorben am 18. Mai 1911 in Wien.
Textvorlage:
4. Satz: "Urlicht", Gedicht eines unbekannten Verfassers aus der von Ludwig Achim von Arnim und Clemens Brentano herausgegebenen Textsammlung "Des Knaben Wunderhorn"; 5. Satz: "Die Auferstehung", Ode von Friedrich Gottlieb Klopstock aus seiner Textsammlung "Geistliche Lieder, I. Theil"; diese Vorlagen hat Mahler seiner Gewohnheit entsprechend nicht textgetreu übernommen, sondern unter Hinzufügung eigener Texte für seine Komposition vielfach abgeändert und überarbeitet.
Entstehung:
Bereits 1888 in Leipzig und Prag hatte sich Mahler mit einer frühen Fassung des späteren 1. Satzes seiner c-Moll-Sinfonie befasst, die er "Totenfeier" betitelte und noch 1891 in Hamburg Hans von Bülow als "sinfonische Dichtung" vorspielte. Nach 5-jähriger Pause entstanden im Sommer 1893 in Steinbach am Attersee (Salzkammergut) zunächst das Scherzo (3. Satz), das "Wunderhorn"-Lied "Urlicht" (4. Satz) und zuletzt das bereits Anfang 1888 in Leipzig begonnene Andante (2. Satz). Während des Trauergottesdienstes für Hans von Bülow kam Mahler am 29. März 1894 in Hamburg die formale Idee für den 5. Satz: ein monumentales Finale mit Chor unter freier Benutzung des bei Bülows Trauerfeier gesungenen Klopstock-Textes, das er am 18. Dezember 1894 in Hamburg beendete.
Uraufführung:
Am 13. Dezember 1895 in Berlin (unter Leitung von Gustav Mahler); eine Voraufführung der rein instrumentalen Sätze 1, 2 und 3 hatte bereits am 4. März 1895 in Berlin stattgefunden (Berliner Philharmonisches Orchester unter Leitung von Gustav Mahler).
Zubin Mehta, Dirigent
Zubin Mehta, Dirigent
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Solist
Die nächsten Konzerte
18. und 19. September 2010
Zubin Mehta dirigiert Mahler
Giuseppe Verdi
Ouvertüre zu "La forza del destino"
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie D-Dur KV 504 "Prager Symphonie"
Gustav Mahler
Symphonie Nr. 1 D-Dur (fünfsätzige Urfassung)
Zubin Mehta, Dirigent
21. und 22. September 2010
Bruch Violinkonzert
Anton Webern
Passacaglia op. 1
Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Zubin Mehta, Dirigent
Mayuko Kamio, Violine
24. September bis 3. Oktober 2010
Südamerika-Tournee
Zusammen mit Ehrendirigent Zubin Mehta und Mayuko Kamio als Solistin reisen die Münchner Philharmoniker nach Südamerika um Konzerte in Sao Paulo, Rio de Janeiro und Buenos Aires zu geben. Mit im Gepäck sind Werke von Bruch, Mahler, Mozart, Tschaikowsky und Webern.
News aus dem Orchester
Mit Beginn der Saison 2010/2011 begrüßen wir zwei neue Mitglieder in unserem Orchester! Helena Madoka Berg ist das neue Gesicht bei den 1. Violinen und Monika Leskovar wird als Solocellistin am ersten Pult unserer Cellogruppe sitzen. >>>
Praktikum im Künstlerischen Betriebsbüro
Einmal hinter die Kulissen blicken und in der Organisation eines großen Symphonieorchesters mitwirken? Im Künstlerischen Betriebsbüro der Münchner Philharmoniker ist ab sofort eine Praktikantenstelle zu besetzen. >>>


