Doppelter Auftritt für Leif Ove Andsnes, mit dem die Münchner Philharmoniker in den nächsten Jahren eng zusammenarbeiten werden: Einmal klassisch, mit Beethovens Erstem Klavierkonzert, und einmal modern, mit Musik von György Kurtág, präsentiert sich der norwegische Meisterpianist. „…quasi una fantasia…“: Kurtág spielte mit dem Titel seiner 1987/88 entstandenen Komposition ganz bewusst auf die beiden gleichnamigen Klaviersonaten Beethovens an, mit denen sein Werk obendrein die Opuszahl 27 teilt. Nicht, dass Kurtág den Klassiker hier etwa zitierte – es ist die „Muttersprache Beethoven“, die er als Schlüssel zu seinem Schaffen in Erinnerung ruft. An Beethoven, dem Strategen, orientierte sich auch Antonín Dvořák, als er 1880 seine Sechste Symphonie schuf: ein klar und konzentriert gebautes Meisterwerk musikalischer Architektur. An musikantischem Temperament und böhmischem Kolorit hat Dvořák trotzdem nicht gespart.
Die Symphonie Nr. 6 ist die erste Symphonie von Antonín Dvořák, die er nicht für die Schublade komponierte sondern für das anspruchsvolle Publikum der Wiener Philharmoniker. Vorausgegangen war die Vermarktungsidee des Verlegers Simrock, der ...
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