Aufbruch und Abschied verbindet der amerikanische Dirigent David Zinman in diesem Konzert. Franz Schubert gelang es mit der „Großen C-Dur-Symphonie“, sein Beethoven-Trauma zu überwinden. Dem zielgerichteten Fortschrittsdenken des „Titanen“ stellte er eine ganz neue musikalische Philosophie entgegen: „Im Vergleich zu Beethoven, dem Architekten, komponierte Schubert wie ein Schlafwandler“, brachte es Alfred Brendel einmal auf den Punkt. Denn Schuberts Melodien scheinen in sich zu kreisen, sie singen sich aus und befinden sich in ewigem Fluss. Der wehmutvolle Rückblick prägt Edward Elgars elegisches Cellokonzert, das am Ende des Ersten Weltkriegs als sein letztes großes Werk entstand, doch waren und sind es ausgerechnet junge Frauen, die als kongeniale Interpretinnen dieses Konzerts gelten: in den sechziger Jahren die unvergessene Jacqueline du Pré – und heute die Argentinierin Sol Gabetta.
Im Juni 1919 erreichte den Verleger der Werke Edward Elgars ein Brief aus dem abgelegenen Sussex, wohin sich der 62-jährige Komponist zur Regeneration nach einer Mandeloperation zurückgezogen hatte. In diesem Brief teilte Elgar mit: "Ich bin...
mehrAm späten Erfolg von Franz Schuberts 9. Symphonie waren drei große Komponisten beteiligt: Zuerst natürlich ihr Schöpfer selbst, der das Werk zwischen Sommer 1825 und Frühjahr 1826 komponierte. Doch als die Symphonie 1827 aufgeführt werden sollte,...
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