Wagners zerstrittene Erben, Freunde und Feinde, führt Ingo Metzmacher in diesem Programm zusammen. Für Alban Berg war Gustav Mahler das große Idol. Nach der Wiener Erstaufführung von Mahlers Vierter Symphonie nahm er sogar den Taktstock des älteren Kollegen an sich und bewahrte ihn zeitlebens auf wie eine Reliquie. Mit Hans Pfitzner dagegen verband ihn eine tiefe Abneigung – kein Wunder, denn Pfitzner hatte Berg und die Zweite Wiener Schule der „musikalischen Impotenz“ bezichtigt, woraufhin sich Berg mit einer Polemik gegen Pfitzner revanchierte. Einig waren sich alle drei Komponisten jedoch in ihrer Verehrung für Richard Wagner, der die Parteien am Ende des Konzerts versöhnt. Michael Volle gestaltet den Abschiedsmonolog des Wotan, der seine Lieblingstochter Brünnhilde in todesgleichen Schlaf versenkt und mit einem Feuerwall gegen halbherzige Helden schützt: nach Volles Debüt als Hans Sachs ein weiterer Schritt ins Wagner-Fach der hohen Bässe.
Im Kontrast zu vorausgegangenen musikalischen Miniaturen schrieb Berg 1914 mit den "3 Orchesterstücken" ein Werk von gewaltigen Orchesterausmaßen. Bereits die expressionistischen Klänge des "Wozzeck" vorwegnehmend, weisen die drei Sätze "Präludium",...
mehrZeitgleich mit der fünften Symphonie vertonte Mahler 1901 zwei der zahlreichen Gedichte, mit denen Friedrich Rückert den Tod seiner Kinder verarbeitete. Zwei Jahre später ergänzte er die beiden Vertonungen durch drei weitere und schien damit, laut...
mehrHans Pfitzner: "Palestrina"-Vorspiele...
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