Die Plakate der Münchner Philharmoniker in der Saison 2016/17

 

TITELGESTALTUNG
»1892 trat Dvořák die Stelle als Direktor des National Conservatory of Music in New York an. Dieser Weltmetropole zu Ehren schrieb er einige seiner bekanntesten Stücke, unter anderem sein meist gefeiertes Werk: Die 9. Symphonie: ›Aus der Neuen Welt‹. New York spielte eine bedeutende Rolle in Dvořáks Leben. Das Empire State Building, als Symbol für die Stadt, steht deshalb im Mittelpunkt meines Entwurfs. Um den Wolkenkratzer herum liegen schichtenweise Notenblätter, die in der Form eines Tunnels angeordnet sind. Von der ersten Idee bis zur Vorführung des Stücks begleiteten sie den Künstler durch sein ganzes Leben. Und so wie sein künstlerisches Schaffen in New York gipfelte, so steht am Ende des Tunnels das Empire State Building als Symbol für seinen Erfolg. « (Benjamin Wahl, Lénoïc Thepot, Melanie Zettl, Anni Piticco, Céline Wengler, 2017)

DIE KÜNSTLER
»Unsere Gruppe besteht aus fünf Kreativen, die sich durch ihre Fähigkeiten, wie Grafikdesign und Animation auszeichnen. Nach ausführlicher Recherche ging es an die Umsetzung unserer Ideen. Dabei waren Anni Piticco, Melanie Zettl, Céline Wengler und ich für die Gestaltung zuständig. Unser Animator Benjamin Wahl hatte schlussendlich die Aufgabe, das Plakat wirkungsvoll in Szene zu setzen und zwar durch eine kleine Animation für die Vorstellung unseres Entwurfs. Unser Endergebnis ist ein durchdachtes Plakat, welches Minimalismus und Klassik in sich vereint – und selbstverständlich Antonín Dvořák gewidmet ist.« (Lénoïc Thepot, 2017)

DIE HOCHSCHULE
Unter dem Motto »Digitalen Wandel managen, Zukunft gestalten.« bietet die Hochschule Macromedia verschiedene Bachelor und Masterstudiengänge an. Deutschlandweit lässt sich an sechs Standorten Management, Medien, Journalistik, Film und Design studieren. Etwa 80 Professoren stehen für eine arbeitsmarktorientierte Lehre und ein akademisches Selbstverständnis als Hochschule zur Gestaltung des digitalen Wandels. Seit 2013 ist die Hochschule außerdem Mitglied des internationalen Hochschulnetzwerks Galileo Global Education. Anke Johannssen (Dozentin für Medien- und Kommunikationsdesign) zu dem Projekt: »Die große Herausforderung für unsere Studierenden war, das akustische Erlebnis in eine visuelle Form zu überführen. Sie haben sich intensiv mit den Kompositionen und den Komponisten auseinandergesetzt, haben Orchestermusiker befragt, welche Farben und Bilder sie bei den konkreten Musikstücken assoziieren. Ich bin mit ihren Ergebnissen sehr zufrieden und dankbar für dieses inspirierende Praxisprojekt.«


TITELGESTALTUNG
»Die Chorfantasie enthält – auch wenn sie zu den weniger bekannten Werken Beethovens gehört – viele Facetten und bietet Raum für unterschiedliche Deutungen. Die Krönung eines vierstündigen Konzerts sollte das Stück sein, das dem Zuschauer noch ein letztes Mal alles abverlangt und ihn begeistern soll. Das Leitmotiv – aus einem anderen Stück entnommen – war schnell gefunden, jedoch wollte Beethoven mit der Chorfantasie einen ganz neuen Eindruck schaffen. ›Der Hörer darf sich wie zu einem Werkstattbesuch eingeladen fühlen, als würde er dem Meister über die Schulter blicken.‹ So sprach der Komponist selbst über sein Werk kurz bevor es zum ersten Mal uraufgeführt werden sollte. Auch unser Plakat führt den Betrachter hinter die Kulissen der Chorfantasie. Wir blicken einem modernen Beethoven über die Schulter, der das Stück wie ein Programmierer als Code neu interpretiert und so eine ganz neue Version der Chorfantasie schafft.« (Isabell Ahlheit, Daniela Gaulrapp, Alice Sabine McLaughlin und Fanny Wetzl, 2017)

DAS KÜNSTLERTEAM
Wir studieren Medien- und Kommunikationsdesign an der Macromedia Hochschule. Isabell Ahlheit (20) fotografiert gerne und interessiert sich für Motion Design. Daniela Gaulrapp (22) begeistert sich besonders für analoges und digitales Zeichnen, sowie Illustrationen. Alice Sabine McLaughlin (24) ist eine gebürtige Deutsch-Amerikanerin und hat eine Leidenschaft für Design und digitales Zeichnen. Fanny Wetzl (26) studiert im vertiefenden Studienfach Animation und Motion Design und begeistert sich schon von klein auf für Zeichnen und Animationsfilme. Für uns gibt es keinen schöneren Wohnort als München, denn in München findet man die beste Inspiration für Kreativität.

DIE HOCHSCHULE
Digitalen Wandel managen, Zukunft gestalten – an deutschlandweit sechs Standorten bietet die Hochschule Macromedia staatlich-anerkannte Bachelor- und Masterstudiengänge im Kontext von Management, Medien, Journalistik, Film und Design an. Rund 80 Professuren stehen für eine arbeitsmarktorientierte Lehre und ein akademisches Selbstverständnis als Hochschule zur Gestaltung des digitalen Wandels. Seit 2013 ist die Hochschule Macromedia Mitglied des internationalen Hochschulnetzwerks Galileo Global Education. hochschule-macromedia.de


TITELGESTALTUNG
»Sinfonia eroica - ursprünglich wurde diese Symphonie wohl Napoléon gewidmet. Auch München verbindet einiges mit Napoléon: ›Der Einzug des Kaisers Napoleons durch die Ehrenpforte beym Isarthor war glänzend.‹ titelte die Augsburgische Ordinari Postzeitung am 2. Januar 1806. Leider war die Zeitung fehlinformiert über den genauen Ort, dennoch inszenierte ich das visuelle Sound Logo an genau dieser Stelle in Form eines Light Paintings. Heroisch thront es umgeben von energetischen Lichtspuren vor dem Isartor, entstanden komplett aus Licht, eingefangen mit einer Langzeitbelichtung der Kamera.« (Lumenman, 2016)

DER KÜNSTLER
Der Münchner Lightpainting Artist Lumenman malt mit Licht. Seine Leinwand ist die Nacht, seine Farbe ist Licht. Das gezeigte Spektrum reicht von Light Writings und Light Grafitti an verschiedenen Plätzen bis hin zu selbst entwickelten Lichtskulpturen, die den Betrachter über die Machart rätseln lassen. Wichtig ist, dass alle Fotografien während einer einzigen, langen Belichtung kreiert werden. Photoshop kommt für die Gestaltung nicht zum Einsatz. Klassische Belichtungszeiten liegen zwischen fünf und zehn Minuten. Die eingesetzten Tools sind alle selbst entworfen und haben mit herkömmlichen Taschenlampen meist nicht mehr viel gemeinsame. Hinter Lumenman steckt der Fotograf Bernhard Rauscher.


TITELGESTALTUNG
»Mahlers Suche nach dem ›himmlische(n) Leben‹ in seiner 4. Symphonie baut sich auf wie ein abstraktes Kunstwerk, das aus dem Chaos heraus erst nach und nach seine Ordnung findet und sich zu einer Gesamtkomposition zusammenfügt. Als mir dieser Gedanke in den Sinn kam, suchte ich nach einer Möglichkeit, dies auch visuell auf die Gestaltung des Plakates für die Philharmoniker zu übertragen und lief in meinem Atelier umher. Über die Jahre haben sich auf meinem Atelier-Fußboden Farbkleckse angesammelt, die für mich jetzt in Kombination einen Sinn ergaben. Genauer betrachtet fand ich das zufällig entstandene, und über die Jahre zusammengetragene Farbklecks-Kunstwerk sogar interessanter als meine vorher gestalteten Plakat-Entwürfe. Deshalb habe ich ausschnitthaft meinen Atelierboden als Textur für die Plakatgestaltung verwendet. Der Grundgedanke ist: ›Nicht der Künstler erfindet das Kunstwerk, sondern das Kunstwerk findet den Künstler‹ « (Phil Splash, 2017)

DER KÜNSTLER
Phil Splash ist Münchens »Millionen Maler«. Der Künstler und Designer hat 2010 damit begonnen Menschen in der Münchner U-Bahn zu zeichnen. 6 Jahre später entstanden so mehr als 25.000 Portraits. Über sein Projekt »1,5 Mio Münchner«, für das er alle Münchner zeichnen will, wurde in lokalen als auch landesweiten Medien berichtet (u.a. ZDF, RTL, München TV, Süddeutsch Zeitung, BR, Bild Zeitung, Radio Energy). Neben Auftragsarbeiten im Bereich Grafikdesign und Illustration (u.a. Mac Cosmetics, Audi, Hanro, Campari) ist Phil Splash im Bereich Portraitmalerei und Printdesign tätig. www.phil-splash.de


TITELGESTALTUNG
»Zum Hauptthema des Plakats habe ich die Pianistin Marguerite Long, der Maurice Ravel sein Klavierkonzert G-Dur gewidmet hat, näher betrachtet. Long und Ravel schienen eine enge Beziehung gehabt zu haben, nachdem er 1919 den letzten Teil seines Stückes ›Le tombeau de Couperin‹ ihrem im Krieg gefallenen Ehemann Joseph de Marliave widmete und damit half, ihre Trauer zu verarbeiten. Allerdings gibt es auch Quellen, die behaupten, Long hätte Ravel gezwungen, ihr das Stück zu widmen. Mit anderen Komponisten sei sie ähnlich umgegangen. Diese verschiedenen Ansichten und Facetten ihrer Person habe ich mit einer Hand, die marionettenartig mit den Gesichtern einer Frau spielt, visuell dargestellt. Die Hand kann ebenfalls als eine klavierspielende Hand interpretiert werden. Die Farben im Hintergrund repräsentieren die französischen (und baskischen) Einflüsse, die in Ravels Klavierstück zu hören sind. Das Logo mit seinen sich ausbreitenden Klangwellen steht für: ›Musik, nichts als Musik‹ (Zitat: Maurice Ravel).« (Bella Illenberger, 2017)


TITELGESTALTUNG
»Der heimatlose Schubert streift durch das unbekannte Land, auf der Suche nach einem erfüllten Ort, an dem er sich Zuhause fühlt. Viele Entscheidungen und gemischte Gefühle begleiten seine Reise. Sanfte Klänge tragen ihn über Wiesen und Berge, die durch die lauten kräftigen Töne der Menschen, die ihm begegnen, aufgewühlt werden. Die grüne verzweigte Form symbolisiert das Land, durch das er wandert. Vielfältig und leicht, ziehen sich die Äste der Bäume durch die Natur. Gleichzeitig werden sie als die Wege Schuberts interpretiert. Von weitem erkennt man die Form als einen Fleck auf einer Weltkarte. Die schwarze Form des Logos, die dynamisch auf dem Land steht, verschmilzt farblich mit dem Landkartenfleck und symbolisiert die aufgewühlten Emotionen, die Schubert auf seiner Reise erlebt. Enttäuscht von der Welt lösen sich seine Vorstellungen nach einem Land seines Glückes auf, wie auch die Form der Abstraktion. Das Motiv wurde mit Acrylfarbe durch experimentelle Drucktechnik auf Papier erstellt. Dadurch bildeten sich die Höhen und Tiefen der Struktur auf der grünen Fläche. Die Logo-Form entstand mit Hilfe schneller Pinselstiche mit schwarzer Acrylfarbe auf Papier. Beide Elemente wurden abfotografiert und nachträglich digital zu einer Komposition zusammengesetzt.« (Tanja Windorfer, Junior Art Director, Heye, 2017)


TITELGESTALTUNG
»Das Werk ›Nighthawks‹ des amerikanischen Malers Edward Hopper diente als Vorlage für die Gestaltung des Titels. Die Szene mit den vier Fremden in einer New Yorker Bar zu Beginn der Symphonie bildet das Zentrum der Gestaltung. Die Bar als schwarzer, bedrohlicher Block ist Symbol der Isolation und gleichzeitig Ort der Begegnung. Assoziationen wie Anonymität, Fremdheit, Menschen, die auf der Suche nach etwas sind, tauchten beim Malen auf. Die reduzierte Anwendung der malerischen Mittel und der expressive Ausdruck unterstreichen diese Themen.« (Tom Messavilla, 2017)

DER KÜNSTLER
Tom Messavillla, 1978 geboren in München, studiert an der Akademie der Bildenden Künste München Malerei. In seiner Arbeit setzt er sich neben den Möglichkeiten abstrakter Annäherung von Objekten auch mit der Darstellung des Menschen auseinander. Auch hier werden die Pole von Gegenständlichkeit und Abstraktion ausgelotet.


TITELGESTALTUNG
»Da Schumanns erste Symphonie auch ›Frühlingssymphonie‹ genannt wird und dieses Werk, wie er es selbst beschrieben hat, ›in feuriger Stunde geboren‹ wurde, war für mich eine farbenfrohe Umsetzung unumgänglich. Die ganze Symphonie hat er in nur vier Tagen zu Papier gebracht, was sich in den vier gewählten Farben widerspiegelt. Knallig sollte es sein, da es sich für mich so anhört, als wäre dieses Werk in einer Art Schaffensrausch entstanden:
›Ich schrieb die Sinfonie, wenn ich sagen darf, in jenem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in das höchste Alter hinreißt und in jedem Jahr von neuem überfällt. Schildern, malen wollte ich nicht; dass aber eben die Zeit, in der die Sinfonie entstand, auf ihre Gestaltung, und dass sie grade so geworden, wie sie ist, eingewirkt hat, glaube ich wohl.‹ (Robert Schumann)
Die Leichtigkeit, die im Stück durch seine spielerischen Variationen zum Ausdruck kommt, zeigt sich in der Transparenz des Materials. Es war die Hochphase seines Lebens und diese Lebendigkeit wollte ich grafisch einfangen. Die Acryl-Stäbe habe ich zersägt und punktuell erhitzt um diese anschließend in die Form des vorgegebenen Logos zu biegen.« (Susanne Schneider, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
»Mein Name ist Susanna Schneider, ich bin 1991 in München geboren und habe bis vor ein paar Monaten dort gelebt. Ich bin im behüteten Neuhausen/Nymphenburg aufgewachsen und daran hängt mein Herz – ich werde also eines Tages zurückkommen. Nach meiner Ausbildung zur Kommunikationsdesignerin an der Designschule München habe ich mich dazu entschieden weiter zu studieren und meinen Master in London zu machen, um mich als Designerin weiter zu entwickeln. Dieser multikulturelle Ort ist erfrischend, inspirierend und die perfekte Gelegenheit mein Englisch aufzupolieren. Eine Erfahrung, die ich schon nach so kurzer Zeit nicht missen möchte. Trotzdem ist es als Münchner Kindl eine besondere Ehre auch aus der Ferne ein Plakat zu entwerfen, das in meiner Heimatstadt zu sehen sein wird.«


TITELGESTALTUNG
»Das Konzertplakat zu Gustav Mahlers 9. Symphonie ist inspiriert durch das Hadern des Komponisten selbst. Das Thema ›Abschied‹ bzw. ›Abschied vom eigenen Ich‹ war für Mahler zu dieser Zeit allgegenwärtig. Deshalb war es mir besonders wichtig seinen Gefühlsstand aufzuzeigen. Schließlich hatte dieses Werk eine Art Grenzcharakter für ihn – und die Furcht davor war sein ständiger Begleiter. Aus diesem Grund habe ich als Leitmotiv für das Plakat einen Gipsabdruck in der Form des Logos angefertigt um das Thema ›Abschied‹ zu verdeutlichen. Das feste und robuste Material stellt dabei eine schicksalhaft selbsterfüllende Prophezeiung dar. Mit seiner 9. Symphonie schaffte sich Mahler selbst ein Denkmal. Denn noch vor der Uraufführung 1912 fand er, wie er es selbst prophezeit hatte, den Tod. Wer hat denn die Fäden unseres Lebens in der Hand? Sind wir es selbst?« (Linda Sophia Schultheis, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
Linda Sophia Schultheis ist am 04.12.1990 in München geboren und aufgewachsen. Im Sommer 2016 hat sie ihr Studium in Kommunikationsdesign an der Deutschen Meisterschule für Mode und Design erfolgreich beendet. Im Januar 2016 gewann sie die Ausschreibung der Landeshauptstadt München für das Design des Oktoberfestplakates. Aktuell lebt sie in London, wo sie ihren Master an der Central Saint Martins (University of the Arts) in Graphic Communication Design macht. www.lindaschultheis.com


TITELGESTALTUNG
»Der spiralförmige Wirbel in meinem Motiv zeigt durch seine verschiedenen Unterteilungen die Vielseitigkeit der Geschichte im ›Zigeunerbaron‹. Am Ende jedoch fügt sich alles zusammen und die Verbindungen der einzelnen Personen im Stück werden klar – dargestellt durch die spitz zulaufende Form. Auch die Farbigkeit und deren Verlauf spielt eine wichtige Rolle: Orange ist die Farbe der Freude, des Lustigen und der Geselligkeit und stellt Geborgenheit, Gemütlichkeit sowie eine emotionale Wärme dar. Rot steht für das Leben, die Energie, die Leidenschaft und natürlich Macht und Temperament. Das dunkle Magenta verbindet die Reinheit von Weiß mit der Kraft von Rot und dient als Metapher für Nächstenliebe, Mitgefühl und Zerbrechlichkeit.« (Andrea Havlicek, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
»Mein Name ist Andrea Havlicek und ich lebe nun schon seit mehr als 13 Jahren in meiner Wahlheimat München. Ich habe hier studiert und arbeite derzeit als Grafik-Designerin in einer Werbeagentur. Gerne können Sie mich unter der folgenden E-Mail Adresse kontaktieren: AndreaHavlicek(at)t-online.de


TITELGESTALTUNG
»In der griechischen Mythologie gab es ein Göttergeschlecht der Titanen, welche den Himmel anstrebten jedoch aus Hochmut scheiterten. Um scheiternde Himmelstürmer geht es auch in dem Buch ›Titan‹ von Jean Paul, welches eine große Inspiration für Gustav Mahler, bei der Erstellung seiner 1. Symphonie, war. Will man Jean Pauls Botschaft in die heutige Zeit übersetzen, so wäre es wohl ›Hochmut kommt vor dem Fall‹. Dieses Sprichwort wird in dem Plakat symbolisiert durch eine Barbie-Puppe die ihre Hände gen Himmel streckt. Die kopflose Puppe ist hierbei eine Metapher für den Prototyp Mensch. Den ›Menschen‹ wird das Aufstreben durch das Logo verweigert.« (Leopold Goetz, 2016)

DER KÜNSTLER
Leopold Goetz ist Art Director bei der Heye GmbH in München.


TITELGESTALTUNG
»Claude Debussy spricht von magischen Schwebezuständen, Sergej Rachmaninow von symphonischen Tänzen. Zusammen lassen sich die beiden Stücke durch drei ausdrucksstarke Farben (Blau, Gelb & Rot) darstellen. Im Motiv bilden sie einen ineinanderlaufenden Charakter, der sowohl die drei Tänze (ein Kampf, ein Tanz & ein Traum) als auch Debussys Schwebezustände wiedergeben soll. Unterstützt wird dieser Charakter durch die Siebdrucktechnik, bei der alle Farben auf eine transparente Folie gesiebt werden. Die diagonale Anordnung des farblichen Verlaufs soll zudem den ›unruhigen‹ Gesamteindruck zwischen Leben und Bewegung unterstreichen. « (Marina Emeljanov, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
»Ursprünglich aus Augsburg stammend, zog es mich für mein Mediadesign Studium in eine neue, große und lebendige Stadt wie München. Denn als kreativer Kopf ist man an einem so vielfältigen Ort mit genauso vielfältigen Möglichkeiten nicht nur bestens aufgehoben, sondern kann sich auch optimal weiterentwickeln. Hier finde ich täglich Anregungen und Ideen für mein Studium. So gab mir beispielsweise die Gestaltung meines Motivs interessante Einblicke in die Arbeit der Komponisten und deren Stücke – eine Erfahrung, die ich gerne gemacht habe.« (Marina Emeljanov, 22 Jahre)

DIE HOCHSCHULE
Die Mediadesign Hochschule (MD.H) hat es sich an insgesamt drei Standorten zur Aufgabe gemacht, innerhalb der Kreativbranche den hochqualifizierten Nachwuchs von morgen auszubilden. Dabei bilden die Bachelor- und Masterstudiengänge Media Design, Modedesign, Game Design und Digital Film Design das Lehrangebot im schöpferisch-gestalterischen Bereich, während Modemanagement und Medien- und Kommunikationsmanagement den betriebswirtschaftlichen Blickpunkt des Handelns in den Vordergrund rücken. Der Fachbereich Media Design kombiniert im Curriculum die klassischen Grundlagen mit den Ansprüchen und Gegebenheiten der neuen Medien und überführt die Tradition hiermit bedacht in die Moderne.


TITELGESTALTUNG
»Ein Gewirr aus Ketten, die, mit Rosen verziert, sich wie zwei Schlangen aufeinander zubewegen – das waren die Bilder, die mir bei dem Gedanken an »Daphnis et Chloé« sofort durch den Kopf schossen. Der edle Stein aus Marmor erweckt den Anschein, als würden die Klänge des alten Griechenlands wiederauferstehen und die Maserung sie wie eine sanfte Brise in den Hintergrund des Geschehens tragen. Perle an Perle, Takt für Takt, die Zeit verrinnt und während das Stück sich entfaltet, nehmen nach und nach die Akteure den ihnen angedachten Platz auf der Bühne ein. Äpfel, mit Spitze versehen, Beeren, mit einer Glasur aus Zucker bedeckt, zerbrechliches Porzellan wie Marzipan in Papier gehüllt, all das steht für die süße Versuchung, die unwiderstehliche, irdische Lust, die die beiden Protagonisten im Inneren verspüren, aber auch für die Widrigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen und eine Annäherung beinahe unmöglich machen. Das Logo wird von einem rötlichen Farbton sinnlich aufgeladen und dient als Symbol für die Entführung, Befreiung und glückliche Fügung am Ende dieser dramatischen Geschichte um Liebe und Erfüllung.« (Patricia Wich)

DIE KÜNSTLERIN
»Ich bin in Asunción, Paraguay geboren und aufgewachsen. Mein Interesse an der Kunst führte mich 2002 nach Deutschland, wo ich ein Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste antrat. Nach meinem Abschluss mit Auszeichnung erhielt ich diverse städtische und staatliche Förderpreise, wie z. B. den Debütantenpreis des bayerischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Daher entschied ich mich auch, in München zu bleiben und hier meine künstlerischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Man trifft mich aber auch auf Ausstellungen in anderen Städten und Ländern an, wie z. B. Berlin, Island, Brasilien. Meine Kenntnisse reichen von zeichnerischer Darstellung über Kunstinstallation bis hin zur Bildhauerei und Projektdurchführung im öffentlichen Raum.« www.patricia-wich.com


TITELGESTALTUNG
»Die 7. Symphonie wurde von Beethoven während der Zeit geschrieben, als Napoleon seinen Feldzug gegen Russland plante und sich immer mehr als Diktator und Unterdrücker entpuppte. Das Plakatmotiv greift diese Unterdrückung auf, indem es den Betrachter in einen dunklen, tiefen Hof versetzt. Der aus dem Hof heraus sichtbare Himmel symbolisiert einerseits die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, wobei andererseits die blutrote Färbung auch als Lichtschein des herannahenden Krieges gesehen werden kann. Die Handzeichnung des Hofes stellt Licht und Schatten ohne Konturen lediglich mit immer wiederkehrenden rhythmischen Strichen dar. Dabei wurde die ›Orgie des Rhythmus‹, wie Romain Rolland die 7. Symphonie bezeichnete, quasi als Taktgeber bei der Erstellung der Zeichnung verwendet.« (IFUB, 2016)

DAS KÜNSTLERTEAM
Mit Büros in Berlin und München erstreckt sich das Tätigkeitsfeld des IFUB (Institut für u. Baukunst) von Möbel- und Produktdesign über Innenarchitektur bis hin zum klassischen Hochbau. Dabei bearbeiten die Architekten und Designer gleichermaßen Sanierungen wie Ergänzungen und Neubauten. Der Fokus der Arbeit liegt neben Qualität und Wertigkeit auf kontextuellem Design und den spezifischen Rahmenbedingungen des Projekts sowie den individuellen Bedürfnissen des Nutzers. www.ifub.de


TITELGESTALTUNG
»Das sinfonische Stück ›Prélude à l’après-midi d’un faune‹ von Claude Debussy gilt als eines der Hauptwerke des Impressionismus. Es ist eine musikalische Umsetzung des gleichnamigen Gedichtes von Mallarmé. Debussys Werk erzählt die verschiedenen Stimmungen eines Fauns zwischen Begierde, Traum, Sorgen und Lust. Die Umsetzung meiner Titelgestaltung soll diese Stimmungen wiedergeben. Das leitende Motiv ist ein Märchenwald bei Dämmerung. Mit leuchtenden, großzügig aufgetragenen Farben wird die Impressionistische Kunst angedeutet. Der Waldboden, in einem tiefen blau, ist in der Mitte senkrecht gespiegelt und scheint dadurch nicht real, sondern wie in einer Traumwelt. Der farbliche Kontrast zum Logo wird durch die Spiegelung ebenfalls verstärkt. Der Betrachter soll das eigentliche Motiv nicht auf den ersten Blick erkennen, sondern zur eigenen Fantasie angeregt werden.« (Daniela Ibler, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
Mein Name ist Daniela Ibler und ich bin 1995 in der Nähe von München geboren. Im Stadtteil Laim bin ich aufgewachsen. München ist für mich mein Geburtsort, meine Heimat und meine Zukunft. Seit 2015 studiere ich Medien Design an der Mediadesign Hochschule. Mit der Stadt München verbinden mich viele schöne Erlebnisse und daher fühle ich mich mit ihr sehr verbunden. Hier kann ich meinen Interessen an Kunst, Musik und Sport jederzeit, umgeben von einem vielseitigen Angebot, nachgehen. München besitzt einen einzigartigen Flair, welcher sich stets durch seine Bewohner und seine Kultur neu erleben lässt.

DIE HOCHSCHULE
Die Mediadesign Hochschule (MD.H) hat es sich an insgesamt drei Standorten zur Aufgabe gemacht, innerhalb der Kreativbranche den hochqualifizierten Nachwuchs von morgen auszubilden. Dabei bilden die Bachelor- und Masterstudiengänge Media Design, Modedesign, Game Design und Digital Film Design das Lehrangebot im schöpferisch-gestalterischen Bereich, während Modemanagement und Medien- und Kommunikationsmanagement den betriebswirtschaftlichen Blickpunkt des Handelns in den Vordergrund rücken. Der Fachbereich Media Design kombiniert im Curriculum die klassischen Grundlagen mit den Ansprüchen und Gegebenheiten der neuen Medien und überführt die Tradition hiermit bedacht in die Moderne.


TITELGESTALTUNG
Unter dem Motto »Ihr Motiv für München« haben die Münchner Philharmoniker im Jahresprogramm der Saison 2016/17 zur Gestaltung eines Konzertplakates aufgerufen. Diesen Wettbewerb gewonnen hat Nicolaus Beilharz. Sein Plakatmotiv ziert den Umschlag des heutigen Programmheftes.
» ›Seid umschlungen Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt!‹ – Der samtige Schleier, welcher die Küssenden im Zentrum des Plakats umhüllt, hebt diese geschützt in neue Sphären des Glücks. Die Schwebenden gehen auf in schwingende, kraftvolle Linien voll zärtlicher Energie und hoffnungsvoller Wärme. Alles andere scheint durch diesen einen Kuss in den Hintergrund gerückt zu sein. Transzendierend, voll Lust und Schönheit, verschmelzen die beiden zu einer einzigen Figur im Herzen des Logos. Bei diesem Plakat wurden durchaus bewusst sämtliche Elemente gezeichnet und nichts mit dem Rechner graphisch bearbeitet. Die hierdurch gewonnene individuelle Handschrift betont noch einmal mehr das Menschliche, so wie es auch in der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven in voller Pracht gewürdigt wird. Gerade weil jeder Buchstabe, jede Linie von Hand gesetzt wurde, entspricht der gesamte Entwurf auch dadurch einer Ästhetik des Humanen.« (Nicolaus Beilharz, 2016)

DER KÜNSTLER
Nicolaus Beilharz, 1992 geboren in Heidelberg, studiert an der Hochschule Mannheim, Fakultät für Gestaltung, und befasst sich weit über sein Studium hinaus intensiv mit der Zeichnung und Druckgraphik. Der Mensch, speziell das Portrait, ist ein Schwerpunkt in seinen Arbeiten. In den vergangenen Jahren nahm er an einigen Gruppenausstellungen teil, die sich mit den vielgestaltigen Aspekten der Graphik auseinandersetzten. Die letzte Ausstellung fand im Kunstverein Mannheim zum Thema Portrait statt, in welcher er mit Zeichnungen und geätzten Stahlplatten vertreten war. Er lebt und arbeitet seit Anfang dieses Jahres in München. nicolausbeilharz.com


TITELGESTALTUNG
»Zerrissen, rau, unvollkommen – vielleicht würde Anton Bruckner so seine 9. Symphonie beschreiben. Was für normale Hörer ein musikalisches Meisterwerk ist, empfindet der Perfektionist Bruckner wahrscheinlich als ein unfertiges Werk. Stetig perfektionierte er seine Werke, auch im Nachhinein. So musste seine Neunte mehrere Jahre ruhen, da Bruckner an älteren Symphonien arbeitete. Die ungleichmäßige, mit Fehlern übersäte, aber trotzdem ansprechende Farbfläche stellt die 9. Symphonie unter Bruckners selbstkritischem Blick dar. Aus der Fläche wurde ein zentrales Stück herausgerissen, so wie Bruckner auch durch den Tod aus seinem Leben und seiner Arbeit gerissen wurde. Dieses Loch stellt die fehlende Komposition des 4. Satzes der Symphonie dar, die Bruckner nicht mehr fertigstellen konnte. Durch dieses Loch wird zerknülltes Papier sichtbar, welches die vielen Versuche Bruckners symbolisieren soll, die normalerweise bei seinen vollendeten Werken gar nicht zum Vorschein kommen.« (Lucas Wurzacher, 2016)

DER KÜNSTLER
Lucas Wurzacher wurde 1995 in München geboren und lebt seitdem in der Landeshauptstadt. Während seiner Schulzeit befasste er sich mit der Gigapixelfotografie und fertigte Panoramen für verschiedene Tourismusverbände an. Über die Fotografie kam er schließlich auch zur Grafik und studiert nun im 3. Semester Mediendesign an der Mediadesign Hochschule München.

DIE HOCHSCHULE
Die Mediadesign Hochschule hat es sich an insgesamt drei Standorten zur Aufgabe gemacht, innerhalb der Kreativbranche den hochqualifizierten Nachwuchs von morgen auszubilden. Dabei bilden die Bachelor- und Masterstudiengänge Mediadesign, Modedesign, Game Design und DFD das Lehrangebot im schöpferisch-gestalterischen Bereich, während Modemanagement und Medien- und Kommunikationsmanagement den betriebswirtschaftlichen Blickpunkt des Handelns in den Vordergrund rücken. Der Fachbereich Mediadesign kombiniert im Curriculum bedacht die klassischen Grundlagen mit den Ansprüchen und Gegebenheiten der neuen Medien und überführt die Tradition hiermit bedacht in die Moderne.


TITELGESTALTUNG
Das erste Violoncellokonzert Schostakowitschs zeigt die Abrechnung mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin. Zur Zeit der Entstehung des Werkes wurde der Stalin- Kommunismus überwunden und Neues konnte gedeihen. Das spiegelt sich in dem Plakat wieder. Die dunkle Masse steht symbolisch für Stalin. Nach seinem Tod kann sich die Vielfalt langsam wieder behaupten und wieder aufblühen.

DER KÜNSTLER
GJulian Pfeiffer, geboren ’93 in München, studiert im 3. Semester Kommunikationsdesign an der Akademie U5. Auf der Suche nach seinem höheren Kreativ-Bewusstsein setzt er seine Ideen in Adobe oder einfach per Bleistift um. Eines seiner ausgeprägtesten Markenzeichen ist die große Affinität zur Farbe.

DIE HOCHSCHULE
Die Akademie U5 an der Einsteinstraße in München bildet seit mehr als 40 Jahren junge Kreative zu gestandenen Kommunikations-Designern aus. Die älteste deutsche Hochschule für werbliches Gestalten hegt das Motto: »Unsere Studenten sollen Wirklichkeit studieren.« Im Laufe von sechs Semestern erlernt man alles um nach dem Diplom-Abschluss in der Gestaltungsbranche Fuß zu fassen.


KLASSISCHER UNGEHORSAM
»Was würden Sie tun, wenn Sie einen Diktator als Auftraggeber hätten? Wahrscheinlich das, wozu Sie gezwungen werden. So ging es Dmitrij Schostakowitsch: Er musste für Josef Stalin eine Siegeshymne komponieren, die Stalins Regime und die Rote Armee verherrlicht. Entstanden ist die 5. Symphonie. Besonders der Marsch am Ende des Stücks gefiel Stalin. Er ließ ihn auf Militärparaden ertönen, wenn Panzer rollten und Soldaten im Stechschritt marschierten. Während Stalin seine Hymne genoss, sprach die Musik eine andere Sprache zum Volk. Wer sie verstand, hörte einen Aufschrei nach Individualität, Freiheit und Gerechtigkeit. Denn Schostakowitsch war ungehorsam und tat nicht das, was man ihm befohlen hatte – er versteckte eine geheime Botschaft in seiner Komposition: für ihn war die 5. Symphonie keine Sieges-, sondern eine Todeshymne auf den Stalinismus. Das behaupteten zumindest Schostakowitschs Freunde und Kenner seiner Musik.
Auf meinem Plakat feiere ich gemeinsam mit Schostakowitsch Stalins Untergang. Es regnet Konfetti. Verkleidete, bunte Gestalten tanzen jubelnd um einen Panzer, der aus dem Kanonenrohr Konfetti spuckt. Hören Sie doch mal selbst in die 5. Symphonie hinein, hören Sie Stalins Untergang am Ende?« (Tamara Napowanez, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
Tamara Napowanez ist Junior Art Director bei der Heye GmbH in München.


TITELGESTALTUNG
»Die Idee hinter dem Plakat ist der Perspektivenwechsel. Dem Menschen, der vom Boden aus hinauf in die Welt schaut, steht der Blick von oben, der im Logo der Philharmoniker zu finden ist, gegenüber. Die Musik öffnet dem Menschen neue Blickwinkel und mit den Philharmonikern taucht er in diese Welten ein. Wie der Name ›Le Corsaire‹ sagt, handelt das Stück von einem Seemann. Sein Blick geht durch die Segel in den Himmel und zeigt seinen Drang nach Freiheit. Die ungestümen Wellen repräsentieren die Gesellschaft, die ihn ausschließt. Abgebildet wird der Kontrast zweier Dinge, die jedoch miteinander einhergehen.« (Marcus Gackstetter, 2016)

DER KÜNSTLER
Geboren in Düsseldorf, 1996. Aufgewachsen in München, Ingolstadt, Erlangen-Nürnberg und Hamburg, habe ich als Theaterkind schon alle erdenklichen Einflüsse der kulturellen Welt kennenlernen dürfen. Nach sieben Jahren Nordluft hat mich mein Studium Kommunikationsdesign an der Akademie U5 zurück nach München gezogen. Mit klassischer Musik groß zu werden, ist das eine, ihr nun bei ihrem Auftritt nach außen helfen zu dürfen, das andere. Mehr über mich und zu meinen Arbeiten finden Sie bei:
XING/Marcus Gackstetter
BEHANCE/Marcus Gackstetter

DIE HOCHSCHULE
Die Akademie U5 an der Einsteinstraße in München bildet seit mehr als 40 Jahren junge Kreative zu gestandenen Kommunikations-Designern aus. Die älteste deutsche Hochschule für werbliches Gestalten hegt das Motto: »Unsere Studenten sollen Wirklichkeit studieren.« Im Laufe von sechs Semestern erlernt man alles um nach dem Diplom-Abschluss in der Gestaltungsbranche Fuß zu fassen.


TITELGESTALTUNG
»Dmitrij Schostakowitsch verbrachte seine gesamte künstlerische Existenz im Schatten des Diktators Stalin. Die 10. Symphonie ist ein Werk der Nachdenklichkeit und Rückschau der Stalinzeit. Zu sehen sind verflüssigte Formen aus Eis, Schnee und Gestein, welche für die Periode der Auflockerung und größeren Freiheit nach Stalins Tod stehen. Die dominierende Farbe Blau verdeutlicht die kühle und kalte Machtpolitik.« (Alexander Kneifel, 2016)

DER KÜNSTLER
Alexander Kneifel wurde 1990 in Frankfurt am Main geboren und studiert seit März 2015 Kommunikationsdesign an der Akademie U5 in München.

DIE HOCHSCHULE
Die Akademie U5 an der Einsteinstraße in München bildet seit mehr als 40 Jahren junge Kreative zu gestandenen Kommunikations-Designern aus. Die älteste deutsche Hochschule für werbliches Gestalten hegt das Motto: »Unsere Studenten sollen Wirklichkeit studieren.« Im Laufe von sechs Semestern erlernt man alles um nach dem Diplom-Abschluss in der Gestaltungsbranche Fuß zu fassen.


Titelgestaltung
»Eine junge, hübsche Frau, sinnbildlich für die heutige Zeit, in einem alten, sehr rustikalen Haus, welches die klassische Musik darstellt. Beides zusammen ergibt eine skurrile aber doch harmonische Verbindung und spiegelt die ruhige Eleganz, das Dramatische und die Poesie der "Serenade für Tenor, Horn und Streicher" von Benjamin Britten wieder.« (Sebastian Schuster, 2016)
Für dieses Motiv hat sich Sebastian Schuster zusammen mit seinem Kollegen Davide Mirabella auf die Suche nach einer perfekt geeigneten Location gemacht und ist schließlich in Berchtesgaden fündig geworden: eine alte, seit über 20 Jahren verlassene Nervenheilanstalt und ehemaliges Lazarett. In Zusammenarbeit mit einem Modell aus der Modeschule in Hallein entstand schließlich dieses Bildmotiv, das den Kontrast zwischen alt und neu auf seine eigene Art porträtiert.

DER KÜNSTLER
Sebastian Schuster (28) ist gebürtiger Berchtesgadener und rutschte 2015 als Quereinsteiger in das erste Semester der Akademie U5 in München. Davor arbeitete er als gelernter Holzbildhauer mit Abschluss an der Holzfachschule für Bildhauerei und Schreinerei in Berchtesgaden. An der Akademie U5 möchte er seine Ideen und Begabungen weiterentwickeln und sich kreativ fortbilden.

DIE HOCHSCHULE
Die Akademie U5 an der Einsteinstraße in München bildet seit mehr als 40 Jahren junge Kreative zu gestandenen Kommunikations-Designern aus. Die älteste deutsche Hochschule für werbliches Gestalten hegt das Motto: »Unsere Studenten sollen Wirklichkeit studieren.« Im Laufe von sechs Semestern erlernt man alles um nach dem Diplom-Abschluss in der Gestaltungsbranche Fuß zu fassen.


Titelgestaltung
»Mein Konzertplakat besteht aus einem reduzierten Design und orientiert sich dabei an dem klassischen Bauhausstil. Ich möchte mit meiner Darstellung auf die ikonographische und assoziative Bedeutung des Musikstückes hinweisen. Béla Bartók komponierte sein 3. Klavierkonzert 1945 als Geburtstagsgeschenk für seine Frau, die Pianistin Ditta Pásztory.
In dem Logo der Münchner Philharmoniker findet sich deshalb eine mit Acrylfarbe gemalte Klaviatur wieder. Das Schwarz und Weiß der Klaviertasten schafft eine Dreidimensionalität wohingegen die unregelmäßigen Pinselstriche die musikalische Vielfalt des Stückes veranschaulichen. Die hellrote Plakatfläche interpretiert die Emotionen der Liebe und stellt einen ruhigen Kontrast zur Grafik dar.« (Alina Katharina Benicke, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
Ich heiße Alina Katharina Benicke und bin 20 Jahre alt. Obwohl ich im Fünfseenland geboren wurde und lebe, fühle ich mich schon seit meiner Kindheit als ein Münchner Kindl. Seit März 2015 studiere ich an der Akademie U5 Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Werbung und verwirkliche damit meinen langersehnten Lebensweg.
Für mich bedeutet München mit seiner reichhaltigen Kultur und bajuwarischen Lebensart eine unerschöpfliche Inspiration meiner Kreativität. Hier finde ich tagtäglich die unzähligen Möglichkeiten, mich künstlerisch und persönlich neu zu entdecken und zu entfalten.
Mehr meiner Projekte finden Sie unter www.behance.net/AlinaKBenicke

Die Akademie U5 an der Einsteinstraße in München bildet seit mehr als 40 Jahren junge Kreative zu gestandenen Kommunikations-Designern aus. Die älteste deutsche Hochschule für werbliches Gestalten hegt das Motto: ›Unsere Studenten sollen Wirklichkeit studieren.‹ Im Laufe von sechs Semestern erlernt man alles um nach dem Diplom-Abschluss in der Gestaltungsbranche Fuß zu fassen.


Titelgestaltung
»Spätes Neunzehntes Jahrhundert. Habsburger Großmacht und etabliertes Bürgertum. Die Salonkunst ist en vogue. In der Musik breitet nicht nur Bruckner dramatisch epische Klangteppiche aus. Die Polster, in denen es sich die Gesellschaft bequem macht, haben schon Risse, sind abgenutzt und zerkratzt. Es ist Spätzeit. Der Weltkrieg wird diese Welt bald beenden. Die Musik der Sechsten Symphonie weiß es nur noch nicht.« (Norbert Herold, 2016)

DER KÜNSTLER
Norbert Herold geboren am 9.12.42 in Hamburg, Graphik-Design Studium in Hamburg. Sechs Jahre Art Director in verschiedenen Hamburger Werbeagenturen. Von 1973 – 2007 Creative Director bei DDB-Heye München, ab 1994 Geschäftsführer Creation. Seit 2008 freier Creative Director und Fotokünstler. Mehrere internationale Ausstellungen und Publikationen. Verheiratet, zwei Söhne, lebt und arbeitet in München.


Titelgestaltung
»Die Schellenglöckchen stehen für das ›Aufrütteln‹ und die ›Wahrheiten‹ des Till Eulenspiegel bzw. von Strauss. Die ›lustigen Streiche‹ ermöglichen sogar, so harmlos sie erscheinen mögen, harten Fels zu sprengen.« (Kerstin Schulmayer, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
Kerstin Schulmayer, Grafik-Desingerin und Fotografin, lebt und arbeitet seit 17 Jahren in ihrer Wahlheimat München. grafik(at)kerstinschulmayer.de


Titelgestaltung
»Licht und Schatten, hell und dunkel, Stille und Komposition – diese Gegensätze vereinen sich im Motiv zur Person des Helden. Und genau wie die Musik in Strauss’ Sinfonischer Dichtung "Ein Heldenleben", rückt das hell strahlende Logo im Motiv den dunklen Schatten in ein erhabenes Licht. Zugleich symbolisiert die Farbe Rot das Drama zwischen Held und Widersacher.« (Kerstin Schulmayer, 2016)

DIE KÜNSTLERIN
Kerstin Schulmayer, Grafik-Desingerin und Fotografin, lebt und arbeitet, seit 17 Jahren in ihrer Wahlheimat München. grafik(at)kerstinschulmayer.de