Zum Titelmotiv: In Richard Wagners »Parsifal« dreht sich alles um die Suche nach dem heiligen Gral, der im Plakatmotiv im Mittelpunkt steht. Das Tapetenmuster im Hintergrund sagt: Es gibt viele Kelche, aber nur einen heiligen Gral.

Design: Frank Fienbork & Nicole Elsenbach
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Konzertdauer: ca. 1 ¾ Stunden

Mit Sofia Gubaidulina, der Grande Dame der zeitgenössischen Musik, und mit Oksana Lyniv am Pult läuten zwei Frauen die neue Saison der Münchner Philharmoniker ein. Gubaidulinas gewaltige Tondichtung »Der Zorn Gottes« wurde 2020 während eines überraschend verhängten Lockdowns in Wien uraufgeführt – in einem leeren Konzertsaal und »nur« als Videostream. Oksana Lyniv leitete die Uraufführung und wird nun Gubaidulinas musikalische Wutrede wenige Tage nach der deutschen Erstaufführung in München präsentieren. Die ukrainische Dirigentin ist nicht nur die erste Frau, die bei den Bayreuther Festspielen am Pult stand. Sie ist auch die erste Chefin eines italienischen Opernhauses, nämlich in Bologna, ausgerechnet dort, wo Wagners »Parsifal« 1914 erstmals außerhalb von Bayreuth aufgeführt werden durfte. »Parsifal« steht sinnbildlich für eine gebeutelte Gesellschaft in Erwartung auf eine bessere Welt und schlägt damit inhaltlich eine Brücke zu Max Regers »An die Hoffnung«. Auf den spätromantischen Werken Regers liegt ein Fokus in der Saison 2022/23, ein später Dank an den Komponisten, der sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs, als die Zukunft der Münchner Philharmoniker auf dem Spiel stand, für das Orchester einsetzte.