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  • Richard Strauss

    Richard Strauss wurde am 11. Juni 1864 in München geboren. Sein Vater Franz Strauss (1822–1905) war erster Hornist am Hoforchester München und ab 1871 Akademieprofessor, seine Mutter Josephine (1838–1910) stammte aus der Bierbrauer-Dynastie Pschorr,…

    "Metamorphosen", Studie für 23 Solostreicher

    Im Herbst 1944 erhielt Richard Strauss vom Schweizer Mäzen und Leiter des »Collegium Musicum Zürich« Paul Sacher einen Kompositionsauftrag für ein etwa halbstündiges Werk für Streicher. Über die erste Skizze notierte Strauss: »Trauer über München«.…

  • Francis Poulenc

     

    Born on January 7, 1899 in Paris

    Died on January 30, 1963 in Paris

    "La Voix humaine" (Die menschliche Stimme)

  • Barbara Hannigan Dirigentin und Sopran

    Die aus der kanadischen Provinz Nova Scotia stammende Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan verkörpert Musik mit einem beispiellosen dramatischen Feingefühl und befindet sich damit auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Zu ihren künstlerischen…


Konzertdauer: ca. 1 ¼ Stunden, keine Pause

Von Barbara Hannigans Vielseitigkeit konnte sich das Publikum der Münchner Philharmoniker schon des Öfteren überzeugen: In diesem Konzert singt sie eine Szene, die Francis Poulenc 1958 für genau so eine Ausnahmesängerin komponiert hat. »La Voix humaine« war die erste Telefonszene der Musikgeschichte. Den Dialogpartner hören wir nicht, denn er ist am anderen Ende der Strippe. Er scheint sich von der Frau getrennt zu haben, deshalb ist sie unglücklich. Will sie sich umbringen oder setzt sie ihn nur unter Druck? Zeitweise entsteht sogar der Verdacht, dass es ihn gar nicht gibt. Ein Thriller wie von Hitchcock! In der ersten Konzerthälfte dirigiert Barbara Hannigan die grandiosen »Metamorphosen« über den Trauermarsch von Beethovens »Eroica« von Richard Strauss. Er komponierte diese intensive Studie für 23 Solostreicher unter dem Eindruck der Zerstörung seiner Heimatstadt München durch den von Hitler angezettelten Krieg und im Gedenken an all die Musikstätten, die in Trümmern lagen. Beide Werke treten über eine szenisch-mediale Inszenierung in Verbindung und zeigen einmal mehr die raumakustischen und technischen Möglichkeiten der neuen Isarphilharmonie.

Bitte beachten Sie, dass vorerst keine Konzert-Einführungen angeboten werden können. 

Im Anschluss an dieses Konzert findet ein »Nach(t)klang« in der Halle E statt (freier Eintritt). Auf der Bühne zu hören sein wird das Ensemble »Goldmund«:

Altbekannte und nie gehörte Chansons, die kein Auge trocken und kein Ohr kalt lassen. Von Liebesschmerz über Größenwahn bis hin zu Todesverachtung. Schön. Schön schaurig. Traurig. Böse. Lustig. Sehr, sehr lustig bisweilen. Besingen die überirdisch große Sehnsucht nach Lebenslust und werfen sich gnadenlos ehrlich ins Klangbett eines Blechbläserquintetts mit Schlag.

Die Musiker der Münchner Philharmoniker und die Sängerin Anna Veit suchen und finden in der ungewöhnlichen Kombination von Stimme, Blech und Schlagwerk den Dialog zwischen Klang und Text als neue Ausdrucksmöglichkeit von Stimmungen, Emotionen und Atmosphären. Und wo auch immer man sich wiederfindet in all diesen Liedern und Szenerien, man wird geläutert dieses Konzert verlassen und wissen: Es könnte alles viel schlimmer sein.