"Tänze aus Galánta"

Die „Tänze aus Galánta“ sind mit das populärste Orchesterwerk Kodálys überhaupt. Als er 1933 für das 80-jährige Jubiläum der Budapester Philharmonischen Gesellschaft das Orchesterstück komponierte, verwendete er Klangeindrücke der Zigeunerkapelle von Galánta, einem ungarischen Dorf, in dem er sieben Jahre seiner Kindheit verbracht hatte. Neben diesen Kindheitserinnerungen benutzte Kodály als direkte Quelle die um 1800 in Wien erschienene Sammlung „Ungarische Tänze von Zigeunern aus Galánta“. Auf diese Weise brachte Kodály überliefertes melodisches Material in eine frei gehandhabte Rondo-Form und stattete es mit dem Glanz des modernen Symphonieorchesters und hochentwickelter symphonischer Technik aus.