"Till Eulenspiegels lustige Streiche" op. 28 nach alter Schelmenweise in Rondeauform für großes Orchester gesetzt

"Köstliche Tonmalerei" schwärmen die einen, "alberne Illustrationsmusik" schimpfen die anderen. Beiden Beurteilungen der Symphonischen Dichtung "Till Eugenspiegels lustige Streiche" von Richard Strauss ist gemeinsam, dass sie sich auf ein besonderes Charakteristikum Strauss´scher Programmmusik beziehen: die musikalische Schilderung außermusikalischer Vorgänge. Doch beschränkt sich Strauss keineswegs auf die bloße Erzählung der Streiche Till Eulenspiegels mit musikalischen Mitteln, sondern führt auf musikalischer Ebene einen ganz eigenen Diskurs über musikalische Traditionen und ihre Durchbrechung. Dies spiegelt sich bereits im Untertitel des Werkes, "nach alter Schelmenweise - in Rondeauform - für großes Orchester gesetzt", wider.