Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Klavierkonzerte dienten Komponisten wie Mozart oder Beethoven auch immer dazu, ihr pianistisches Können in der Öffentlichkeit unter Beweis zu stellen. Und so ist es nicht verwunderlich, daß Beethoven selbst den Solopart bei der Uraufführung seines vierten Klavierkonzertes in G-Dur übernahm. Nach Ansicht von Zeitgenossen war er auch der einzige, der den außerordenlichen technischen Schwierigkeiten adäquat entsprechen konnte. Doch nicht nur Beethovens Virtuosität sorgte für Aufsehen. Ebenso beeindruckte der langsame Satz, "ein Meistersatz von schönem, durchgeführtem Gesang, den er wahrhaft sang auf seinem Instrumente mit tiefem, melancholischem Gefühl, das auch mich dabei durchströmte." So zumindest empfand es Reichhardt in seinen "Vertrauten Briefen".