Obwohl Mozart als Klassiker der Form verschrieben ist und die Impressionisten von Eindrücken geleitet werden, ist ihnen doch eines gemein: die Liebe zur Klangfarbe. Die Kontraste zwischen den Klangfarben von Streichern und Flöte nutzte Mozart im Jahr 1777 für den Hobbyflötisten Ferdinand Dejean komponierte Flötenquartett meisterlich aus. Das Klarinettenquintett, das er 1789 für seinen langjährigen Freund und Meisterklarinettisten Anton Stadler geschrieben hat, zeigt Mozarts Vorliebe für dieses Instrument und verbindet gekonnt die Klänge von Streichern und Klarinette. Ravels und Debussys Kompositionen für Harfe, »Introduction et Allegro« (1905) und »Deux Danses« (1904) wurden von den beiden rivalisierenden Harfenherstellern Pleyel und Erard in Auftrag gegeben und unterstreichen - selbstredend - die Klangfarben der Harfe. Marc Berthomieu vermeidet in seinem 1964 entstandenem »Cinque Nuances« scharfe Kontraste und stellt in seinen idyllischen Miniaturen den schönen Klang in den Vordergrund.
