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Peter I. Tschaikowsky: "Manfred", Symphonie h-Moll op. 58 in vier Bildern nach Byron

Tschaikowsky, den gerade die Nacht- und Schattenseiten des menschlichen Daseins zu Musik inspirierten, litt zeit seines Lebens am Konflikt der Unvereinbarkeit des eigenen Künstlertums mit Ignoranz, Intoleranz und seelischer Kälte seiner Umgebung. In Lord Byrons epischer Manfred-Gestalt musste er sein Ebenbild erkennen, das die Welt als Satansspuk und Höllentanz erlebt. Den Hexensabbat als Spiegelbild des Lebens hatten schon Hector Berlioz in seiner "Symphonie fantastique" und Modest Mussorgskij in seiner "Nacht auf dem kahlen Berge" antizipiert; in der "Manfred-Symphonie" des Mussorgskij-Zeitgenossen und -Antipoden Tschaikowsky erlebt ihn ein romantisch zerrissener Protagonist, für dessen literarisch konzipiertes Rollenporträt Goethes "Faust" das Vorbild lieferte.

Peter I. Tschaikowsky

Peter I. Tschaikowsky, geboren 25. April 1840 in Votkinsk, studierte zunächst Jura und war 1859-63 Sekretär im Justizministerium; 1863-65 studierte er am Petersburger Konservatorium u.a. bei Anton Rubinstein und lehrte anschließend Musiktheorie am…

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