Celibidache dirigiert Maurice Ravel

Die Münchner Philharmoniker und Sergiu Celibidache teilen ein beeindruckendes Vermächtnis. Von 1979 bis zu seinem Tod war Sergiu Celibidache 17 Jahre lang Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Er prägte das Orchester, schuf den eigenen, speziellen Klang und führte das Orchester an die Weltspitze. Bis heute sind die Münchner Philharmoniker international höchst anerkannt und zu Gast in allen großen Konzerthäusern der Welt.

Mit Gründung des Labels MPHIL werden nun beeindruckende Schätze aus dem Archiv der Münchner Philharmoniker gehoben. Zuhörern aus aller Welt verschafft dies den Zugang zu einer der wertvollsten Sammlungen von Aufnahmen bedeutender Künstler. Die Ära Celibidache und ihr nachhaltiger Einfluss auf die Entwicklung des Orchesters klingt bis heute nach.

Die Werke Maurice Ravels zählten zum Kernrepertoire Sergiu Celibidaches und sind bis heute elementarer Bestandteil des Programms der Münchner Philharmoniker. In der Musik zu »Daphnis et Chloé« zeigt sich Ravel als Meister der Instrumentierung und schöpft die enormen Möglichkeiten eines großen Orchesters mit erweitertem Holzbläser-Ensemble und reichhaltigem Schlagwerk voll aus. Ravel kommt es nicht auf neue Klangmischungen oder raffinierte, unerhörte Klangkombinationen an, sondern auf klare Konturen im Wechsel zwischen großem Orchester-Apparat und differenzierten Soli.

Inspiriert von einer Couperin’schen »Forlane«, einem erotischen Tanz, entstand »Le Tombeau de Couperin«. Mit dem Wort »Tombeau« wurde in der französischen Barockmusik vor allem eine Trauermusik für verstorbene Musiker bezeichnet. Ravel betrachtete das Werk aber nicht als Hommage an François Couperin allein, sondern für die gesamte französische Musik des 18. Jahrhunderts. »La Valse« zählt zu den berühmtesten Werken Ravels, in dem er die gesamte musikalische Farbpalette entfaltet und einen Walzer zeichnet, der vom brillanten Glanz in die finstersten Klänge abdriftet.

 

SERGIU CELIBIDACHE
MÜNCHNER PHILHARMONIKER

Maurice Ravel: »Daphnis et Chloé« (Fragments Symphoniques 1ière Série)
1. Nocturne (05:21)
2. Interlude (3:20)
3. Danse Guerrière (04:43)

Maurice Ravel: »Daphnis et Chloé« (Fragments Symphoniques 2ème Série)
4. Lever du Jour (06:54)
5. Pantomime (07:34)
6. Danse Générale (04:34)
07. Applause (00:54)

Maurice Ravel: »La Valse«
8. La Valse (13:50)

Maurice Ravel: »Le Tombeau de Couperin«
9. I. Prélude (04:06)
10. II. Forlance (07:18)
11. III. Menuet (04:58)
12. IV. Rigaudon (03:41)
13. Applaus (00:32)

Gesamt: 67:51


Maurice Ravel: »Daphnis et Chloé« (Fragments Symphoniques)
RECORDING DATE 21. Juni 1987
LOCATION München, Philharmonie im Gasteig
PRODUCER Torsten Schreier
BALANCE ENGINEER Gerhard von Knobelsdorff
REMASTERING PRODUCER Johannes Müller
REMASTERING ENGINEER Christian Starke
MASTERING ENGINEER Christoph Stickel
EXECUTIVE PRODUCER Münchner Philharmoniker / Bayerischer Rundfunk
Transfer from Analogue Tapes in 96 kHz / 24 Bit

Maurice Ravel: »La Valse«
RECORDING DATE 20. Juni 1979
LOCATION München, Herkulessaal der Residenz
PRODUCER Wolfram Graul
BALANCE ENGINEER Gerhard von Knobelsdorff
REMASTERING PRODUCER Johannes Müller
REMASTERING ENGINEER Christian Starke
MASTERING ENGINEER Christoph Stickel
EXECUTIVE PRODUCER Münchner Philharmoniker / Bayerischer Rundfunk
Transfer from Analogue Tapes in 96 kHz / 24 Bit

Maurice Ravel: »Le Tombeau de Couperin«
RECORDING DATES 18.-19. April 1984
LOCATION München, Herkulessaal der Residenz
PRODUCER Torsten Schreier
BALANCE ENGINEER Gerhard von Knobelsdorff
REMASTERING PRODUCER Johannes Müller
REMASTERING ENGINEER Christian Starke
MASTERING ENGINEER Christoph Stickel
EXECUTIVE PRODUCER Münchner Philharmoniker / Bayerischer Rundfunk
Transfer from Analogue Tapes in 96 kHz / 24 Bit

Erhältlich ab 14. September als CD und Download.