Der Bruckner-Zyklus aus St. Florian

Der Bruckner-Zyklus ist vollendet! Veröffentlicht wurden Anfang September 2020 - pünktlich zum 196. Geburtstag von Anton Bruckner - seine Symphonien Nr. 4, 5, 6 und 7. Alle Aufnahmen des Bruckner-Zyklus' entstanden 2017 bis 2019 im Stift St. Florian, der letzten Ruhestätte des Komponisten.

Bruckner: 1. Symphonie

Anton Bruckners 1. Symphonie war nicht sein erster Versuch auf symphonischem Gebiet. Das Werk entstand in nur vier Monaten und zeigt zwar die Einflüsse der Vorbilder Schubert, Spohr und Weber, kann aber durchaus bereits als eigenständige Schöpfung gelten. Einige Wesensmerkmale der unverwechselbaren Bruckner-Symphonien späterer Jahre sind bereits in der Ersten ausgebildet.

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Bruckner: 2. Symphonie

Anton Bruckners 2. Symphonie zeigt bereits alle Merkmale des voll entwickelten »Bruckner-Stils«: machtvolle Klangballungen in den Ecksätzen, »Mondnachtstimmung« im langsamen Satz, eine ländliche Tanzszene im Scherzo. Dieser Satz ist wohl der Grund dafür, dass man die Zweite auch Bruckners »oberösterreichische« Symphonie nennt.

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Bruckner: 3. Symphonie

Die 1. und 3. Symphonie von Anton Bruckner bildeten den Auftakt des Zyklus' der Live-Aufnahmen aus St. Florian. In der Partitur der 3. Symphonie vereint ein blauer Papierstreifen die Handschriften Anton Bruckners und Richard Wagners, und so wurde dieses Werk zur »Wagner-Symphonie«.

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Bruckner: 4. Symphonie

Seine Vierte Symphonie nannte Bruckner selbst seine »Romantische«: Das Erlebnis der Natur in ihren vielfältigen Erscheinungen steht hier im Mittelpunkt. Erst im Zuge einer späteren Umarbeitung wurde einer der bekanntesten Symphoniesätze Bruckners eingefügt, das an dritter Stelle stehende »Jagd-Scherzo«.

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Bruckner: 5. Symphonie

Anton Bruckner hat seine 5. Symphonie nie selbst in der Orchesterfassung gehört; die Grazer Uraufführung konnte er, bereits schwer krank, nicht besuchen. Das Werk gilt als eine seiner schwierigsten, aber auch eindrucksvollsten Schöpfungen, insbesondere wegen des kontrapunktischen und klangmächtigen Finalsatzes.

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Bruckner: 6. Symphonie

Die Sechste ist ein Sonderfall unter Bruckners Symphonien. Früher ein Stiefkind des Repertoires, gilt sie heute als ein ebenso vielschichtiges wie tiefgründiges Meisterwerk. Statt des Bruckner-typischen Herantastens an den Klang, des allmählichen Erwachsens thematischer Gebilde, ist hier die Musik von Anfang an sofort »da«.

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Bruckner: 7. Symphonie

Die 7. Symphonie verschaffte Bruckner den Durchbruch zu internationaler Geltung: Der Leipziger Uraufführung am 30. Dezember 1884 schloss sich die umjubelte Münchener Aufführung vom 10. März 1885 an, die den weltweiten Siegeszug des Werkes einleitete. Das Adagio, der zweite Satz, ist dem Andenken Richard Wagners gewidmet, von dessen Tod Bruckner während der Komposition erfuhr.

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Bruckner: 8. Symphonie

Mit seiner 8. Symphonie wollte Bruckner sein bisheriges symphonisches Werk noch übertreffen, in den Dimensionen der Sätze wie auch in der Intensität des Ausdrucks – umso enttäuschter war er, als das Werk bei seinen Zeitgenossen zunächst auf Ablehnung stieß. Er arbeitete die Symphonie um, die Uraufführung im Jahr 1892 wurde ein großer Erfolg.

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Bruckner: 9. Symphonie

In seiner 9. und letzten Symphonie zog Anton Bruckner mit seinem unerschütterlichen Glauben Bilanz seines Lebens. Vollenden konnte er die Symphonie nicht; er starb während der Ausarbeitung des Finales. Die vorliegenden drei Sätze führen in eine Welt des Suchens und Ringens, das Scherzo ist geprägt von dämonischem Schrecken und das Adagio führt in eine nach Kämpfen und Zweifeln errungene Klangwelt friedlichen Abschieds.

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