Avi Avital

credit Christoph Köstlin DGG

Als erster Mandolinist, der für den Grammy Award nominiert wurde, ist Avi Avital einer der führenden Botschafter seines Instruments. Durch seine Leidenschaft und seine „explosiv charismatischen” Live-Auftritte (New York Times) ist er einer der treibenden Kräfte bei der Neubelebung des Repertoires für die Mandoline.

Avitals breit gefächertes Repertoire und sein Einfallsreichtum haben zu einer Zusammenarbeit mit Musikern wie Ksenija Sidorova, Giovanni Sollima, Mahan Esfahani, Kristian Bezuidenhout, Alice Sara Ott, Andreas Scholl, dem Dover Quartett, dem New Danish Quartet, Brooklyn Rider, Omer Klein (Jazz-Klavier), Omer Avital (Oud/Bassist), der Schauspielerin Martina Gedeck und dem georgischen Puppentheater Budrugana Gagra geführt. Er wurde als "Portraitkünstler" mit Residenzen beim Schleswig-Holstein Musik Festival, BOZAR in Brüssel und im Konzerthaus Dortmund (Zeitinsel) vorgestellt und ist regelmäßig bei großen Festivals wie Aspen, Salzburg, Tanglewood, Spoleto, Ravenna, MISA Shanghai, Cheltenham, Verbier und Tsinandali zu Gast.

Avital hat über 100 neue Werke für die Mandoline in Auftrag gegeben, die das Repertoire neuer Konzerte von Anna Clyne, Avner Dorman und Giovanni Sollima sowie Kammermusikstücke von David Bruce und Elena Kats-Chernin u.a. erweitern. Später in dieser Saison wird er mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Krzysztof Urbanski.

Als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon erscheint in dieser Saison sein sechstes Album "The Art of the Mandolin" für das Label. Es folgt Aufnahmen von Bach Solo (2019), Avital meets Avital (2017) mit Oud/Bassist Omer Avital, Vivaldi (2015), ein Album mit Avitals eigenen Transkriptionen von Bach-Konzerten und Between Worlds (2014), eine stilübergreifende Kammermusiksammlung, wo die Verbindung zwischen klassischer und traditioneller Musik untersucht wird.

Avital ist auch als Konzertsolist sehr gefragt und hat mit Orchestern in der ganzen Welt zusammengearbeitet, unter anderem mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano, Osmo Vänskä, Yutaka Sado, Jonathan Cohen, Nicholas McGegan, Omer Meir Wellber, Ton Koopman und Giovanni Antonini. Zu den Engagements zählen das Tonhalle-Orchester Zürich, das BBC Symphony Orchestra, das Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre National de Lyon, das Maggio Musicale Fiorentino, das Israel Philharmonic, das Yomiuri Nippon Symphony, das Residentie Orkest und das Norwegische Rundfunkorchester. Jede Saison unternimmt er 2-3 Tourneen in den USA und arbeitet dabei mit Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, Los Angeles Chamber Orchestra, Seattle Symphony, Baltimore Symphony, Les Violons du Roy, Orpheus Chamber Orchestra und The Knights.

Zu den Höhepunkten seiner Saison 2020/21 zählen die Uraufführung von Jennifer Higdons Mandolinenkonzert mit den Münchner Philharmonikern, Konzerte mit dem hr-Sinfonieorchester, dem Philharmonischem Staatsorchester Hamburg, beim Heidelberger Frühling, sowie eine Residenz beim Bodenseefestival 2021.

Avi Avital wurde in Be’er Sheva im Süden Israel geboren. Mit acht Jahren lernte er das Mandolinenspiel und wurde in das aufstrebende Mandolin Youth Orchestra seines charismatischen Lehrers und musikalischen Leiters Simcha Nathanson berufen. In der Folge studierte er an der Jerusalem Music Academy und dem Conservatorio Cesare Pollini in Padua, wo er mit Ugo Orlandi das Kernrepertoire für die Mandoline erarbeitete. 2007 gewann er als erster Mandolinist die Aviv Competition. Avi Avital spielt eine Mandoline des israelischen Geigenbauers Arik Kerman.

 

Stand: Mai 2021