Daniel Harding

credit Julian Hargreaves

Daniel Harding, geboren in Oxford, begann seine Laufbahn als Assistent von Simon Rattle beim City of Birmingham Symphony Orchestra, mit dem er 1994 sein professionelles Debüt gab. In der Spielzeit 1995/1996 assistierte er Claudio Abbado bei den Berliner Philharmonikern, seinen ersten öffentlichen Auftritt mit diesem Orchester absolvierte er 1996. Daniel Harding war Musikdirektor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (1997–2003), Chefdirigent und Musikdirektor des Mahler Chamber Orchestra (2003–2011), Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra (2007–2017), Musikdirektor des Orchestre de Paris (2016–2019), Künstlerischer Direktor der Ohga Hall im japanischen Karuizawa und Music Partner des New Japan Philharmonic. Das Mahler Chamber Orchestra ernannte ihn 2011 zum Conductor Laureate auf Lebenszeit. Seit 2007 ist Daniel Harding Musikdirektor des Schwedischen Radio-Symphonieorchesters. Das Anima Mundi Festival in Pisa berief ihn 2018 zum Artistic Director, in den Spielzeiten 2021/2022 und 2022/2023 ist er Conductor in Residence beim Orchestre de la Suisse Romande.

Daniel Harding arbeitet mit internationalen Spitzenorchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, der Dresdner Staatskapelle, dem Concertgebouworkest Amsterdam sowie den führenden Klangkörpern in den USA. Beim BRSO ist Daniel Harding seit 2005 gern gesehener Gast, zuletzt dirigierte er im Februar 2022 Werke von Gustav Holst und Strawinsky. Als Operndirigent erhält er Einladungen von den führenden Häusern Europas: der Mailänder Scala, dem Royal Opera House Covent Garden in London, den Staatsopern in München, Berlin und Wien sowie von den Salzburger Festspielen, außerdem ist er dem Festival in Aix-en-Provence eng verbunden.

Für seine Aufführungen von Cavalleria rusticana und Pagliacci an der Mailänder Scala 2011 wurde er mit dem Abbiati-Preis geehrt. Viele seiner CDs erhielten wichtige Schallplattenpreise, so Mozarts Don Giovanni, Brittens Billy Budd und The Turn of the Screw. Mahlers Sechste Symphonie mit dem BRSO wurde 2016 mit dem Diapason d’or de l’année prämiert. Weitere CDs sind zusammen mit dem BRSO entstanden: Orffs Carmina burana, Arien deutscher Opern der Romantik und Schumanns Faust-Szenen, alle drei Aufnahmen mit dem Bariton Christian Gerhaher. Mit dem Schwedischen Radio-Symphonieorchester veröffentlichte Daniel Harding zuletzt Mahlers Neunte und Fünfte Symphonie, Ein deutsches Requiem von Brahms (mit Christiane Karg und Matthias Goerne) sowie das Violinkonzert von Schönberg (mit Isabelle Faust). 2002 verlieh ihm die französische Regierung den Ehrentitel eines »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres« sowie 2017 den des »Officier«. 2012 wurde er zum Mitglied der Königlich Schwedischen Musikakademie ernannt. Daniel Harding ist ausgebildeter Flugzeugpilot.

 

Stand: März 2022