Dima Slobodeniouk

credit Marco Borggreve

In Moskau geboren, erhielt Dima Slobodeniouk seine musikalische Ausbildung in Russland und Finnland. Er studierte von 1980 bis 1989 Violine an der Zentralen Musikschule bei Zinaida Gilels und Jevgenia Chugajeva und setzte sein Studium anschließend an den Konservatorien in Moskau und Mittelfinnland sowie an der Sibelius-Akademie in Helsinki fort. 1994 nahm er zudem das Dirigierstudium auf und erhielt Unterricht von Atso Almila. Er vertiefte sein Studium an der Sibelius-Akademie bei Leif Segerstam und Jorma Panula. Darüber hinaus studierte er bei Ilja Musinin und Esa-Pekka Salonen.

Von 2016 bis 2021 war Dima Slobodeniouk Chefdirigent des Lahti Symphony Orchestra sowie künstlerischer Leiter des Sibelius Festivals, von 2013 bis 2022 Chefdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia (OSG). Gemeinsam mit dem OSG baute er in den vergangenen Jahren eine umfangreiche und vielbeachtete Mediathek mit Live-Konzertmitschnitten auf. Beiden Orchestern bleibt er durch eine regelmäßige Zusammenarbeit verbunden.

Dima Slobodeniouk arbeitete in den vergangenen Spielzeiten mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Bayerischen Staatsorchester, Gewandhausorchester Leipzig, London Philharmonic Orchestra sowie dem Concertgebouworkest. In der Saison 2021/22 gab er zudem sein gefeiertes Debüt bei New York Philharmonic und leitete erstmals Konzerte im Rahmen der Pfingstfestspiele Baden-Baden mit dem SWR Symphonieorchester.

Zu den Solisten, mit denen Dima Slobodeniouk arbeitet, zählen Barbara Hannigan, Baiba Skride, Isabelle Faust, Patricia Kopatchinskaya, Leif Ove Andsnes, Khatia Buniatishvili, Vilde Frang, Yuja Wang, Itzhak Perlman und Frank Peter Zimmermann.

Höhepunkte der aktuellen Saison sind Wiedereinladungen zum Boston Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra, Swedish Radio Symphony Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, Oslo Philharmonic Orchestra, London Philharmonic Orchestra, WDR Sinfonieorchester Köln, SWR Symphonieorchester, zur Dresdner Philharmonie, zum Netherlands Radio Philharmonic Orchestra sowie zum Netherlands Philharmonic Orchestra. Debüts führen ihn unter anderem zu den Wiener Symphonikern, zum Danish National Symphony Orchestra, Pittsburgh Symphony Orchestra, BBC Symphony Orchestra sowie zum Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo.

Zuletzt veröffentlicht bei BIS wurde eine Einspielung von Kalevi Ahos „Sieidi“ und seiner 5. Sinfonie sowie Konzertsuiten von Sergej Prokofiews Oper „Der Spieler“ und dem Ballett „Das Märchen von der steinernen Blume“. Zu dieser Einspielung hieß es in einer Besprechung beim Bayerischen Rundfunk: „Slobodeniouk trifft genau die Balance zwischen der gläsernen Kühle und der suggestiven Emotionalität von Prokofjews Musik. Und In den folkloristischen Tanzorgien dieser Balletsuite treib er die brillante Orchesterleistung der Sinfonie Lahti auf die Spitze – da gibt es kein Halten mehr!“. Ebenfalls bei BIS erschienen zuvor Werke von Strawinsky mit dem Orquesta Sinfónica de Galicia und Ilya Gringolts, außerdem eine weitere Aufnahme mit Werken des Komponisten Kalevi Aho und dem Lahti Symphony Orchestra, die 2018 mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet wurde. Für das Label Ondine spielte Dima Slobodeniouk Werke von Perttu Haapanen und Lotta Wennäkoski mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra ein.

 

Stand: November 2022