Fazil Say

Mit seinem außergewöhnlichen pianistischen Vermögen berührt Fazıl Say Publikum wie Kritik seit nunmehr 25 Jahren in einer Weise, wie sie rar geworden ist. Konzerte mit diesem Künstler sind andere Konzerte. Sie sind direkter, offener, aufregender, kurz gesagt: Sie treffen ins Herz.

Fazıl Say spielte im Laufe seiner Karriere mit sämtlichen renommierten amerikanischen und europäischen Orchestern und zahlreichen großen Dirigenten zusammen und erarbeitete sich dabei ein vielfältiges Repertoire, das von Kompositionen von Johann Sebastian Bach über die „Klassiker“ Haydn, Mozart und Beethoven sowie die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht, eingeschlossen seine eigenen Kompositionen für Klavier. Gastspiele führten Fazıl Say in zahllose Länder auf allen fünf Kontinenten; die französische Zeitung „Le Figaro“ nannte ihn „ein Genie“. Dabei trat Fazıl Say auch immer wieder als Kammermusiker in Erscheinung. Mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja beispielsweise bildet er ein phantastisches Duo; weitere prominente Partner waren bzw. sind unter anderem Maxim Vengerov, das Minetti Quartett, Nicolas Altstaedt und Marianne Crebassa.

Als Komponist hat Fazıl Say unter anderem Auftragswerke für die Salzburger Festspiele, den WDR, das Schleswig-Holstein Musik Festival, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das Wiener Konzerthaus, die Dresdner Philharmonie, die Fondation Louis Vuitton, das Orpheus Chamber Orchestra und die BBC geschrieben. Sein Schaffen umfasst u. a. vier Symphonien, zwei Oratorien, verschiedene Solokonzerte sowie zahlreiche Klavier- und Kammermusikwerke.

Highlights der Saison 2020-21 sind Konzerte mit den Münchner Philharmonikern unter Thomas Hengelbrock in München und Baden-Baden, dem Tonhalle-Orchester Zürich unter Paavo Järvi in Zürich und Hamburg, dem Israel Philharmonic Orchestra unter Iván Fischer, dem Orpheus Chamber Orchestra oder das Open Air auf dem Gendarmenmarkt mit dem Konzerthausorchester Berlin und Christoph Eschenbach.

In Rezitalen ist Fazıl Say u.a. in Japan, Mailand, Paris, Budapest, Moskau, München zu hören; in der ersten Saisonhälfte widmet er seine Programme schwerpunktmäßig Beethoven und dessen Sonaten, 2021 nimmt er Bachs Goldberg-Variationen und Schuberts c-Moll Sonate D 958 mit auf Reisen.

Regelmäßig führt Fazıl Say auch seine eigenen Werke im Konzert auf, in der kommenden Spielzeit beispielsweise sein Klavierkonzert „Silk Road“ mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Georgischen Kammerorchester und dem Irish Chamber Orchestra; „Das verschobene Haus“ mit dem Orpheus Chamber Orchestra, den Würth Philharmonikern und der Amsterdam Sinfonietta; seinen Liederzyklus „Ilk Şarkilar“ mit Mezzosopran Serenad Bağcan in Hamburg, Zürich und Istanbul, sowie seine Istanbul-Symphonie mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin.

Fazıl Says hat mit über 40 CDs eine umfangreiche Diskographie vorgelegt. Seine Einspielungen bei Teldec Classics, naïve und Warner wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit vier ECHO KLASSIK und einem Gramophone Classical Music Award. Seit 2016 ist Fazıl Say Exklusivkünstler bei Warner Classics, dort erschien zuletzt im Januar 2020 Fazıl Says Einspielung aller Beethoven Klaviersonaten.

 

Stand: Juli 2021