Lahav Shani

credit Marco Borggreve

In Tel Aviv 1989 geboren, begann Lahav Shani im Alter von sechs Jahren Klavierunterricht bei Hannah Shalgi zu nehmen und führte dies bei Prof. Arie Vardi an der Buchmann- Mehta School of Music fort. Er studierte anschließend Dirigieren bei Prof. Christian Ehwald und Klavier bei Prof. Fabio Bidini an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und wurde während dieser Zeit von Daniel Barenboim betreut. Im Juni 2016 debütierte Shani mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra als Dirigent und Solo-Pianist. Knapp zwei Monate später folgte seine Ernennung zum Chefdirigenten ab 2018 und zwar als jüngster, der diese Position in der Geschichte des Orchesters je innehatte. Einige Zeit später wählten ihn die Wiener Symphoniker zu ihrem Ersten Gastdirigenten. In der Saison 2020/21 wurde er Chefdirigent des Israel Philharmonic Orchestra und damit Nachfolger von Zubin Mehta, der zuvor mit dem Orchester 50 Jahre lang zusammengearbeitet hatte. Die enge Beziehung zwischen Shani und dem Israel Philharmonic begann sich schon viele Jahre zuvor zu entwickeln. Mit sechzehn Jahren debütierte Shani dort und spielte im Alter von achtzehn unter Zubin Mehtas Leitung. Danach spielte er regelmäßig als Kontrabassist mit dem Orchester. Nachdem er 2013 den Internationalen Gustav Mahler Dirigierwettbewerb in Bamberg gewonnen hatte, lud ihn das Israel Philharmonic ein, die Saisoneröffnungskonzerte zu dirigieren. Seitdem kehrt er jedes Jahr als Dirigent und Pianist zum Orchester zurück. Zu den Höhepunkten der letzten und kommenden Gastdirigate gehören u. a. Engagements bei den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester, dem London Symphony Orchestra, dem Filarmonica della Scala, dem Boston und Chicago Symphony Orchestra und dem Royal Concertgebouw. Zuletzt dirigierte Lahav Shani die Münchner Philharmoniker beim »Benefizkonzert für die Ukraine« im März 2022.

 

Stand: September 2022