Tölzer Knabenchor

Der Tölzer Knabenchor gehört zu den berühmtesten und erfolgreichsten Knabenchören der Welt und bestreitet mehr als 150 Konzert- und Opernauftritte im Jahr. Das Chorrepertoire umfasst alle Gebiete des Chorgesangs vom Barock bis zur Gegenwart mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Werken Johann Sebastian Bachs als auch alle wichtigen Knabenpartien der Opernliteratur, besonders Mozarts »Zauberflöte «. Die Saison 2022/23 begann mit einem Sonderkonzert im Rahmen des Knabenchorfestivals Bad Tölz. Es folgten und folgen Konzerte in Magdeburg, Berlin und Schwäbisch Gmünd sowie eine Wiedereinladung zum Rheingau Musik Festival. Besonderer Höhepunkt der laufenden Saison ist eine Einladung des Cairo Symphony Orchestra nach Kairo im Frühjahr 2023. Solistisch sind Knaben in der Bayerischen und Hamburger Staatsoper, Komischen Oper Berlin und Dresdner Semperoper zu hören sowie in der Oper »Bluthaus« von Georg Friedrich Haas an der Opéra National de Lyon. Konzertreisen führten den Tölzer Knabenchor durch ganz Europa, nach Russland, Israel, Asien und in die USA. Regelmäßig wird der Chor zu renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Bachfest Leipzig, dem Rheingau Musik Festival oder dem Shanghai Baroque Festival eingeladen. Er gastiert in allen großen Konzertsälen der Welt, zum Beispiel im Concertgebouw Amsterdam, der Carnegie Hall, dem Wiener Musikverein oder der Suntory Hall. Für seine Einspielungen erhielt der Chor zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Deutschen Schallplattenpreis, den französischen Schallplattenpreis, den Diapason d’Or, den ECHO Klassik der Deutschen Phono- Akademie Berlin sowie eine Nominierung für den Grammy Award. Aktuell werden etwa 150 Jungen beim Tölzer Knabenchor in München unterrichtet. In mehreren Ausbildungsstufen entsteht der berühmte »Tölzer Klang«, der sich durch besondere Homogenität, leuchtende Höhen, präzise Intonation und eine klare Artikulation auszeichnet. Gezielte Förderung und altersgerechtes Lernen ermöglichen eine optimale Ausbildung der Kinder. Der Chor wurde 1956 von Gerhard Schmidt-Gaden ins Leben gerufen, der ihn bis 2014 musikalisch leitete.

 

Stand: November 2022