Andrew Manze

credit Benjamin Ealovega

Andrew Manze wird international als einer der anregendsten und inspirierendsten Dirigenten seiner Generation gefeiert. Seine grenzenlose Energie, seine umfassende und profunde Kenntnis des Repertoires und seine herausragenden kommunikativen Fähigkeiten machen seine außergewöhnliche künstlerische Persönlichkeit aus.

Für die Saison 2014/15 kam Manze als Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie nach Hannover. Mittlerweile wurde sein Vertrag bereits zum dritten Mal und damit bis zum Sommer 2023 verlängert. Manze und die NDR Radiophilharmonie haben in einer großen Aufnahmereihe für das Label Pentatone alle Sinfonien Mendelssohns eingespielt. Die erste CD mit der 1. und 3. Sinfonie wurde im Oktober 2017 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie Orchestermusik ausgezeichnet.

Den international als Gastdirigent hochgeschätzten Manze verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit führenden Orchestern, darunter das Gewandhausorchester Leipzig, die Münchner Philharmoniker, das Los Angeles Philharmonic Orchestra, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Königlichen Philharmoniker Stockholm, das Finnische Rundfunk Sinfonie Orchester, das Philharmonische Orchester Oslo, das Hallé Orchestra aus Manchester, die Camerata Salzburg, sowie das Scottish Chamber Orchestra und das Swedish Chamber Orchestra. Außerdem ist er ein regelmäßiger Gast beim Mostly Mozart Festival in New York City. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Seit 2018/ 2019 ist Andrew Manze dort Principal Guest Conductor und spielt mit dem Orchester für Onyx Classics das vollständige sinfonische Werk von Ralph Vaughan Williams ein.

Weitere Debüts gab er kürzlich bei den Bamberger Symphonikern, dem NDR Elbphilharmonieorchester, dem Melbourne Symphony Orchestra und dem Boston Symphony Orchestra. Von 2006 bis 2014 war Manze Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Helsingborg Symphony Orchestra, Schweden. Zu seinen zahlreichen Aufnahmen mit diesem Orchester zählen Beethovens Eroica (Harmonia Mundi) und die Sinfonien von Johannes Brahms (CPO). Von September 2010 bis August 2014 war Manze Assoziierter Gastdirigent des BBC Scottish Symphony Orchestra und von 2008 bis 2011 Erster Gastdirigent des Norwegischen Radio-Sinfonieorchesters.

Nach dem Studium der Altphilologie an der Universität Cambridge wandte sich Andrew Manze dem Violinstudium zu und wurde schnell zu einem der führenden Spezialisten auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis. Bereits 1996 wurde er Associate Director der Academy of Ancient Music mit Sitz in Cambridge und anschließend von 2003 bis 2007 künstlerischer Leiter von The English Concert, London. Als Geiger hat Andrew Manze eine erstaunlich breite Palette von CDs herausgegeben, viele davon preisgekrönt.

Manze ist Fellow der Royal Academy of Music, London, und Gastprofessor an der Oslo Academy. Zudem war er an den neuen Editionen der Sonaten und Konzerte von Mozart und Brahms beteiligt, die von Bärenreiter und Breitkopf & Härtel veröffentlicht wurden. Außerdem ist er als Dozent, Herausgeber und Autor tätig und regelmäßig in Funk und Fernsehen vertreten.

Im November 2011 wurde Andrew Manze in Stockholm der "Rolf Schock Preis" verliehen. In den Jahren zuvor waren Mauricio Kagel und Gidon Kremer mit diesem Preis ausgezeichnet worden. Im April 2016 wurde Andrew Manze wegen seiner Verdienste der Titel eines "Botschafters" der UNESCO City of Music Hannover verliehen.

 

Stand: März 2019