Gideon Klein

Traurig aber wahr: Es bedurfte erst der ausführlichen Recherche und Dokumentation der im Dritten Reich als "entartet" gebrandmarkten Künstler in den 1980 und 90er Jahren, damit der Komponist und Pianist Gideon Klein wieder einer interessierten musikalischen Öffentlichkeit in Bewußtsein gerufen werden konnte. Dabei zeigt vor allem die Kammermusik des 1919 als Sohn jüdischer Eltern im tschechischen Prerov geborenen Komponisten das außergewöhnliche Talent, das ihm vor seiner Internierung im Konzentrationslager Theresienstadt durch die Nationalsozialisten 1941 eine glänzende Karriere versprach. 1944 starb Gideon Klein nachdem er zunächst nach Ausschwitz, dann ins KZ Fürstegrube gebracht worden war, unter ungeklärten Umständen.

geboren 1919 in Prerov

gestorben 1944