Joshua Bell

credit Marc Hom

Der amerikanische Geiger Joshua Bell gilt als einer der bedeutendsten Geiger seiner Generation und ist gleichermaßen als Solist, Kammermusiker und Orchesterleiter erfolgreich.

Er ist zudem auch als Dirigent und besonders in der Musikvermittlung tätig und Protagonist in zwei Kinderbüchern: in „The Dance of the Violin“ wird das Vorspiel des zwölfjährigen Joshua Bell bei der Stulberg International String Competition erzählt, bei dem er sich verspielt und noch eine zweite Chance erhalten hat. „The Man with the Violin“ dreht sich um seinen berühmten Spontan-Auftritt in einer Washingtoner Metro-Station: 2008 ließ sich der damals bereits weltberühmte Geiger auf ein Experiment der Washington Post ein. Als Straßenmusiker verkleidet spielte er auf seiner Stradivari an einer Metro-Station – 43 Minuten lang, unerkannt, und verdiente gerade mal 32,17 Dollar in Kleingeld. Inzwischen ist die Aktion als das „Joshua Bell Experimen“ berühmt geworden.

Geboren in Bloomington / Indiana, erhielt er mit vier Jahren seinen ersten Geigenunterricht. Ab seinem zwölften Lebensjahr studierte er bei Joseph Gingold, der sein prägender Lehrer und Mentor wurde. Mit nur 14 Jahren gab er sein viel beachtetes Debüt in der Carnegie Hall mit dem Philadelphia Orchestra unter Riccardo Muti. Seitdem gastierte Joshua Bell bei allen führenden Orchestern weltweit.

Joshua Bell wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der renommierte Avery Fisher Prize sowie der Grammy-Award für seine Einspielung des Violinkonzerts von Nicholas Maw. Die Aufnahme in die Hollywood Bowl Hall of Fame festigte seinen Ruf als einer der bekanntesten amerikanischen Musiker; zudem wurde er von der Zeitschrift Musical America zum "Instrumentalist of the Year 2010" ernannt.

Joshua Bell spielt auf der 1713 gefertigten "Gibson ex Huberman"-Stradivarius und einem französischen Bogen von François Tourte aus dem späten 18. Jahrhundert.

 

 

Stand: Februar 2019