Katia und Marielle Labèque

credit Umberto Nicoletti

Die Schwestern Katia und Marielle Labèque sind vor allem für Ihre Synchronität und Energie bekannt. Als Töchter von Ada Cecchi, selbst eine Studentin von Marguerite Long, war ihre ganze Kindheit mit Musik erfüllt. Schon früh zeigte sich die musikalische Ambition von Katia und Marielle Labèque; mit ihrer Neueinspielung von Gershwins Rhapsody in Blue, für die sie auch eine ihrer ersten Goldenen Schallplatten erhielten, wurden sie international bekannt.

Katia und Marielle Labèque konzertieren regelmäßig mit den weltbesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Bayrischen Rundfunk Orchester, Boston Symphony, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Leipzig Gewandhaus, London Symphony, London Philharmonic, Los Angeles Philharmonic, Filarmonia della Scala, Philadelphia Orchestra, der Dresdner Staatskapelle sowie den Wiener Philharmonikern. Sie arbeiten mit Dirigenten wie Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Gustavo Dudamel, Charles Dutoit, Sir John Eliot Gardiner, Miguel Harth-Bedoya, Kristjan Jarvi, Parvo Jarvi, Zubin Mehta, Seiji Ozawa, Antonio Pappano, Georges Prêtre, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Leonard Slatkin und Michael Tilson Thomas zusammen.

Die beiden spielen auch auf Hammerklavieren mit Barockensembles wie den English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner, Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini, der Musica Antica unter Reinhard Goebel und dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon. Erst kürzlich spielten sie im Rahmen einer Tournee mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Sir Simon Rattle. Ihr nächster Auftritt mit Barockinstrumenten war am Theatre des Champs Elysées im Mai 2016 mit Pomo d´ Oro.

Katia und Marielle Labèque hatten das Privileg mit Komponisten wie Louis Andriessen, Luciano Berio, Pierre Boulez, Philippe Boesmans, Osvaldo Golijov, György Ligeti, Olivier Messiaen zusammen zu arbeiten.

Katia und Marielle Labèque treten in den berühmtesten Konzerthäusern und Festivals weltweit auf. Zu diesen zählen unter anderem der Wiener Musikverein, Hamburg Stadthalle, Münchner Philharmonie, Carnegie Hall, Royal Festival Hall, La Scala, Berliner Philharmonie, Blossom, Hollywood Bowl, Luzern, Ludwigsburg, „Mostly Mozart“ (New York), The Proms (London), Ravinia, Ruhr, Tanglewood und Salzburg. Grossen Erfolg hatten sie vor einer Rekordbesucherzahl von 33.000 Zuhörern, als sie mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle auf der Waldbühne Berlin spielten, dieses Konzert wurde bei „EuroArts“ auf DVD veröffentlicht.

Für ihr eigenes Label „KML Recordings“ haben sie erst kürzlich das Album „Sisters“ veröffentlicht, mit einer Auswahl an Musikstücken aus dem persönlichen Leben und der beruflichen Karriere der beiden Schwestern. Die nächste Veröffentlichung wird die DVD „The Labèque Way, ein Brief an Katia und Marielle von Alessandro Baricco“ sein, produziert von El Deseo (Pedro und Augustin Almodóvar) und verfilmt von Félix Cábez. Frühere Veröffentlichungen beinhalten ein Gershwin/Bernstein-Album und ihr Projekt „Minimalist Dream House“ (50 Jahre minimalistische Musik). Die Inspiration für dieses Projekt entsprang den Konzerten, die La Monte Young 1961 in Yoko Onos New Yorker Loft organisiert hat.

Die von ihnen gegründete KML Stiftung (www.fondazionekml.com) soll nicht nur das Bewusstsein gegenüber dem Repertoire für zwei Klaviere erwecken, sondern auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Künstlern unterschiedlicher Gebiete, ungeachtet ob etwa Musiker, Tänzer, Filmemacher oder Schriftsteller, anregen.

In Kontinuität mit ihrem Projekt über die minimalistische Musik haben die Schwestern im Frühjahr 2015 ein neues Projekt über die Musik des Komponisten Moondog präsentiert. In Zusammenarbeit mit King’s Place in London wurde dabei die neue Musikgruppe «Ubu Noir» vorgestellt.

Im Mai 2015 hatte die Bühnenshow «Love Stories» mit dem neuen Stück Star-Cross'd Lovers, komponiert von David Chalmin, Premiere an der Paris Philharmonie. Dieses einzigartige Musikstück für 2 Klaviere, Elektrogitarre und Trommeln basiert auf dem Shakespeare Drama Romeo und Julia. Die Choreografie für die 7 Tänzer schrieb der weltbekannte Breakdancer Yaman Okur (Madonna, Cirque du Soleil). Ebenso im Mai 2015 brachten sie in Los Angeles in der Walt Disney Hall, zusammen mit dem LA Philharmonic Orchestra, unter der Leitung von Gustavo Dudamel das neue Philip Glass Konzert zur Uraufführung, das eigens für sie geschrieben wurde.