PHILHARMONISCHES FEST FÜR ALLE

Ein Musikhangar mit Klangstürmen und Kunstflügen

01_06_2019 14-24 Uhr
Gasteig

Eintritt frei

Lassen Sie sich beflügeln!

125 Jahre Münchner Philharmoniker und der Traum vom Fliegen: Musikalische Höhenflüge und technische Raffinesse sind unsere Spezialität und so laden wir Sie ein auf eine klangliche Reise rund um das Thema Fliegen. Neue Perspektiven auf die Münchner Philharmoniker mit Konzerten, Workshops, musikalischen Flug-Shows, Soundinstallationen und ganz viel bewegter Luft – bei freiem Eintritt und mit abendlichen musikalischen Höhenflügen im Celibidacheforum.

Konzeption: trugschluss


In der Philharmonie

»Drumming«

14 Uhr, Philharmonie

DIE SCHLAGZEUGER DER MÜNCHNER PHILHARMONIKER

Einen Ritt durch das beeindruckend breite Spektrum an Schlagwerk-Instrumentarium machen die vier Schlagzeuger der Münchner Philharmoniker auf heimischer Bühne mit einem impulsiven und energetischen Programm. Felle versetzen sie in Schwingung, sie erzeugen Klangwolken und Klangströme bei Werken der Minimal Music sowie bei Eigenkompositionen mit eigenwilligen Materialien.

STEFAN GAGELMANN, JÖRG HANNABACH, SEBASTIAN FÖRSCHL, MICHAEL LEOPOLD, Schlagzeug
ANNA VEIT, Sprecherin


Familienkonzert: »5 Freunde auf Weltreise«

15.30 Uhr, Philharmonie

Dem Traum vom Fliegen und einer Weltreise auf dem Segelschiff ist die Freiheit gemeinsam. Musikerinnen und Musiker der Münchner Philharmoniker erzählen mit Musik für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn die Geschichte von 5 Freunden und ihren Abenteuern rund um den Globus, wo der Fahrtwind pfeift und bläst...

GABI KRÖTZ, Flöte
LISA OUTRED, Oboe
ALEXANDRA GRUBER, Klarinette
MIA ASELMEYER, Horn
JOHANNES HOFBAUER, Fagott
VERENA UND JOHANNES HOFBAUER, THOMAS SONNER, Text und Konzept


GEORG NUSSBAUMER
»Atlas der bewegten Luft: Musik« Eine begehbare Symphonie für 300+ Musiker*innen (Uraufführung)

17-19 Uhr, Philharmonie und ganzer Gasteig

»Musik ist ja im Grunde nichts anderes als bewegte Luft, die dann unsere Herzen bewegen soll« - mit diesem physikalisch korrekten Gemeinplatz versetzt der österreichische Komponist und Konzeptkünstler Georg Nussbaumer in seinem Diptychon den Gasteig in Schwingung. Für Münchens größtes Projektorchester aus Profis und Laien, das sich zu diesem einmaligen Anlass formiert, hat Georg Nussbaumer ein neues Werk komponiert: Eine zweistündige begehbare Symphonie, die sich über den gesamten Gasteig erstreckt. Durch Stille oder dröhnende Wucht und durch unterschiedliche Klangmassen hindurch bewegt sich das Publikum individuell in der Philharmonie, in Foyers, Treppenhäusern, in der Stadtbibliothek und in Backstage-Räumen, die Besuchenden normalerweise verschlossen bleiben. Immer wieder schimmern Repertoirestücke aller Genres und Epochen durch, sodass für kurze Momente ein Atlas der gesamten Musik entsteht.


GEORG NUSSBAUMER
»Atlas der bewegten Luft: Wind« Eine philharmonische Sturmskulptur

19-20 Uhr, Philharmonie

Im zweiten Teil des Diptychons »Atlas der bewegten Luft« wird es im Vergleich zum Massenmusizieren nahezu puristisch, aber nicht minder ergreifend: Protagonist auf der Bühne der Philharmonie ist ein Kammermusikensemble aus schweren Schneekanonen, die weder Wasser noch Schnee ausspucken, aber zu atemberaubenden Gebläsen werden und eine philharmonische Sturmskulptur im Saal entstehen lassen. Von Musikerinnen und Musikern des Orchesters werden diese Sturm blasenden Giganten fast tänzerisch gebändigt und nach musikalischen und choreografischen Maßgaben wie Instrumente gespielt. Wer sich durch den Kompass hindurchbewegt, wird die Winde aus allen Himmelsrichtungen spüren – ohne dabei selbst abzuheben.


Im Carl-Orff-Saal

»Viola Tertis Ensemble«

14 Uhr, Carl-Orff-Saal

Besonderes Timbre und warm leuchtender Klang zwischen dunklen Tiefen und strahlenden Höhen zeichnen die Viola aus. Ein Quartett aus vier Bratschisten der Münchner Philharmoniker tritt an, um die Ehre des viel belächelten Instruments »Bratsche« zu verteidigen. Das facettenreiche Repertoire umfasst Auftragskompositionen und Arrangements von namhaften Komponisten und Instrumentalisten wie Lionel Tertis, dem ersten großen Violavirtuosen in der Musikgeschichte.

Konstantin Sellheim, Dirk Niewöhner, Burkhard Sigl, Julio López, Viola


»Tandem-Show: Musik und Fliegen«

15 - 16.30 Uhr, Carl-Orff-Saal

Im Zentrum des Geschehens: zwei fiktive Werkstätten. Die eine ist eine Mixtur aus Instrumentenbauwerkstatt, Probenraum und Notenarchiv, die andere ein Hybrid aus Fluglotsen-Tower, Cockpit und Hobbygarage. Hier verbünden sich Mitglieder der Münchner Philharmoniker, Modellflugzeugbauer, Instrumentenbastler und Hobbypiloten und tauschen sich über ihre Expertisen und Leidenschaften aus. Durch diese Werkstattberichte führt ein Moderations-Tandem aus Kathi Roeb (»BR KLASSIK«) und Andreas W. Kohn (ehemaliger Herausgeber eines Flugsportmagazins und Theaterregisseur). Beide Werkstattkulissen auf der Bühne des Carl-Orff-Saals sind für das Publikum einsehbar und betretbar und sie werden zum Austragungsort, wo Musik und Fliegerei auf künstlerisch produktive und charmante Weise aufeinandertreffen.

KAI RAPSCH, Englischhornist der Münchner Philharmoniker
KATHARINA REICHSTALLER, Zweite Violine der Münchner Philharmoniker
MARKUS WÖRZ, Bogen- und Modellflugzeugbauer
WINFRIED GRABE, Geiger, Pilot und Modellflugzeugbauer
BENNO HEISEL, Instrumentenentwickler und Musiker
Moderation:
KATHARINA ROEB, »BR Klassik Sweet Spot«
ANDREAS KOHN, Regisseur, ehem. Flugzeitschriften-Herausgeber


»Kistenhimmel« Archiv des bewegten Orchesters

17 Uhr, Carl-Orff-Saal

Ein Orchester ist auch auf Tournee ohne seine Instrumente unvorstellbar – eben diese müssen gut verpackt sein in Koffern und Flugkisten: Als schützende Schatten begleiten die wuchtigen Boxen das Orchester auf seinen Reisen. Auf Rollen, schrankförmig, schemenhaft folgen sie den Umrissen der wertvollen Instrumente. In Georg Nussbaumers Skulptur formieren sich die Kisten zum Pulk. Sie türmen und wuchern mit ihren exzentrischen Formen. Was mag sich hinter ihren Schalungen verbergen? Für den Moment geben sie den CD-verpackten Klängen des Orchester-eigenen Labels der Münchner Philharmoniker Rückendeckung. Sie übernehmen die Archivfunktion und beherbergen die Klänge der Einspielungen ihres Orchesters. Eine begehbare Installation der archivierten Musik zum Nachhorchen und Hineinhören.


In der Skybar

»Reality Distortion Field: Skybar Edition« Eine interaktive Soundinstallation

15.30-19 Uhr, Skybar

Aus dem Tower der Skybar geben die Gäste selbst den Takt an: mit neuesten Technologien wie Sensorik, Kontaktmikrofonierung und Software zur Klangveränderung. Bar und Tische werden durch die Spielfreude der Besucherinnen und Besucher zu elektroakustischen Instrumenten und laden zum spontanen perkussiven Spiel ein. Felix Kruis, Multimedia-Künstler und Absolvent der Akademie der Bildenden Künste München, und Nikolaus Witty, Dramaturg und Theatermacher, laden alle ein mitzuspielen, den Takt des Towers anzugeben. Als Höhepunkt der performativen Akustikinstallation zeigen Schlagzeuger der Münchner Philharmoniker mit »Einer kleinen Tischmusik« von Manfred Menke, wie rasch ein Schlagzeuginstrument allein durch die entsprechende Benutzung eines banalen Objekts entsteht.


Late-Night-Special

Zum Schluss trifft sich alles zum großen Abschluss-Fest im Celibidacheforum des Gasteig: die Philharmoniker mal außerhalb des Konzertsaals in außergewöhnlichen Konstellationen (u.a. zu erleben: »Philip Bradatsch & Band«, »Los Pitutos« und »Monokini«). Während das Celibidacheforum von der Open-Air-Bühne beschallt wird , hebt in den Abendstunden der MPHIL-Heißluftballon ab und schwebt über den Köpfen der Gäste.

Samstag, 01_06_2019

Konzeption: