"Der wunderbare Mandarin" op. 19 (Konzertfassung)

Aufsehen erregte Béla Bartóks 1926 in Köln uraufgeführte Pantomime "Der wunderbare Mandarin" durch die Absetzung vom Spielplan, die der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer anordnete. Ihn störte dabei weniger die dissonate und grelle Musik Bartóks als vielmehr die nur kaum verhüllte Darstellung des Geschlechtsaktes auf der Bühne. Was Adenauer in seiner Empörung über das Bühnengeschehen allerdings entgangen sein dürfte: die sexuelle Gier, mit der der wunderbare Mandarin über eine von drei Zuhältern als Köder missbrauchte Prostituierte herfällt, findet nicht nur auf der Bühne, sondern auch in der Musik eine eindeutige und drastische Darstellung.