Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35

Dieses Konzert Schostakowitschs, bei dem nicht klar zu sein scheint, ob es für ein- oder zwei Soloinstrumente geschrieben wurde, ist nicht nur durch zwingenden Rhythmus und ostinates Stampfen, sondern auch durch Zitate anderer Komponisten, wie beispielsweise Beethovens `Appassionata` und die Nähe zum Gassenhauer (durch den Part der Solotrompete) geprägt. Es stellt eines der wenigen Werke Schostakowitschs dar, in denen es nicht um tiefgreifende existentielle Fragen geht.

 

Geprägt durch die Solotrompete und den dadurch entstehenden Hang zur Trivialmusik im ersten Satz, stellt sich uns der zweite Satz langsamer, leicht elegisch mit Walzercharakter dar. Der kurze dritte Satz erinnert beinahe an eine Improvisation, während im Finale die anfängliche Heiterkeit und die vom Komponisten durch die Trompete forcierte Plattheit wiederkehrt.