Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

Als wertlos, unspielbar, trivial und vulgär lehnte der Pianist Nikolai Rubinstein Peter Tschaikowskis erstes Klavierkonzert ab, mit dessen Komposition sich Tschaikowski 1874 sehr schwer getan hatte. Rubinstein forderte eine grundlegende Umarbeitung, der sich der Komponist allerdings verweigerte. Schließlich widmete er das Werk dem Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow, der Tschaikowski in einem begeisterten Dankesbrief seine Freude über die Widmung des Werkes bekundete: "Ich bin stolz auf die Ehre, die Sie mir mit der Widmung dieses herrlichen Kunstwerkes erwiesen haben, das hinreißend in jeder Hinsicht ist." Es war Hans von Bülow, der mit seiner Einschätzung des Klavierkonzertes Recht behalten sollte. Bis heute erfreut sich das Werk bei Pianisten wie Publikum gleichermaßen größter Beliebtheit.