Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37

"Eines der vortrefflichsten Stücke, die in dieser Gattung nur je geschrieben wurden" äußerte sich Friedrich Rochlitz, der Redakteur der Allgemeinen Musikalischen Zeitung, zu Anfang des 19. Jahrhunderts in einer Rezension über Beethovens 3. Klavierkonzert. Als Beethoven dieses Konzert im Jahre 1800 komponierte, befand er sich im Zenit seiner Laufbahn als Klaviervirtuose - er selbst übernahm dann auch bei der Uraufführung den Solopart. Kompositorisch schlägt Beethoven mit dem c-moll-Konzert ein neues Kapitel der Klavierkonzertkonzeption auf. Anders als die beiden ersten Konzerte steht hier die symphonische Arbeit im Mittelpunkt - das Klavierkonzert wandelt sich von unterhaltender Gesellschaftskunst zur Symphonie mit konzertierendem Klavier. Als individueller Gegenspieler zur Struktur des Orchesters gewinnt das Klavier - das dank verbesserter Technik um 1800 über einen kräftigeren Ton verfügt - an Bedeutung. Der Ausdrucksgehalt des Konzertes, das mit seinem Moll-Charakter an die späten Mozart-Klavierkonzerte erinnert, ist in den Ecksätzen von düster-wilder Dramatik geprägt, zu denen das Largo einen beinahe meditativen Gegenpol setzt. Gewidmet ist das 3. Klavierkonzert dem Prinzen Louis Ferdinand von Preußen, dessen Klavierspiel Beethoven mit den Worten, der Prinz spiele nicht "prinzlich oder königlich, sondern wie ein tüchtiger Klavierspieler", großes Lob zollte.