Konzert für Violine und Orchester "Dem Andenken eines Engels"

Keinem anderen Werk der Wiener Schule gelang es, sich eine solch breite Popularität beim Konzertpublikum zu sichern wie Alban Bergs Violinkonzert; dafür sind seine Gefühlswärme und Ausdrucksintensität verantwortlich, aber auch seine "eingängige" Melodik, die tonales Idiom nicht verabscheut, und leicht zu identifizierende Choral- und Volkslied-Reminiszenzen. Für die anhaltende Faszination des Konzerts sind allerdings auch biografische Momente verantwortlich: Bewegt durch den Tod der 18-jährigen Manon Gropius, deren Familie sich Berg verbunden fühlte, hatte er versucht, im 1. Satz "Wesenszüge des jungen Mädchens in musikalische Charaktere zu übersetzen" und den 2. Satz programmatisch "in Katastrophe und Erlösung" zu untergliedern. Dass Berg, der sonst sehr langsam und zögerlich vorging, die Partitur in geradezu "fieberhaftem Tempo" niederschrieb, ließ manche Zeitgenossen mutmaßen, er habe das Werk "in vager Vorahnung auch als sein eigenes Requiem" gestaltet: Berg starb knapp fünf Monate nach Beendigung der Partitur an einer Sepsis.

Konzerttermine mit Konzert für Violine und Orchester "Dem Andenken eines Engels"