"Sinfonia" für acht Stimmen und Orchester

Sie ist ein richtig großer Wurf, die "Sinfonia", die Luciano Berio 1968 als Summe seiner Experimentierjahre komponierte. Einerseits scheint das Werk für acht Stimmen und Orchester rätselhaft. Andererseits sind die fünf Sätze musikalisch zugänglich wie kaum ein anderes Werk der Nachkriegsavantgarde. Zwölftonreihen baden ganz ungeniert in terzenseligen Harmonien, wüste Collagen sprühen nur so vor Sinnlichkeit.

Luciano Berio schrieb seine "Sinfonia" im Jahr 1968 als Auftragsarbeit für das New York Philharmonic Orchestra. Nach der New Yorker Uraufführung, bei der das Werk noch in einer 4-sätzigen Fassung erklang, erarbeitete der Komponist für die deutsche Erstaufführung der "Sinfonia" bei den Donaueschinger Musiktagen eine endgültige, 5-sätzige Fassung. Er widmete das Werk Leonard Bernstein in Erinnerung an eine denkwürdige Aufführung von Gustav Mahlers 2. Symphonie, die Berio unter Bernsteins Leitung erlebt hatte.

Konzerttermine mit "Sinfonia" für acht Stimmen und Orchester