Symphonie d-Moll "Nullte"

Anton Bruckner komponierte die "Nullte Symphonie" nicht, wie man annehmen könnte, vor seinen anderen neun Symphonien, sondern zwischen der Ersten und Zweiten. Schon zwei Jahre später zog der übermäßig selbstkritische Komponist das Werk zurück. Erst nach seinem Tod wurde die Partitur wiederentdeckt – und als kleines Meisterwerk erkannt, in dem Bruckner zum ersten Mal zu dem für ihn später so typischen feierlichen Gesangston findet. Die „Nullte“ Sinfonie ist seitdem die bekannteste der frühen Bruckner-Symphonien, fristet aber dennoch eher ein Schattendasein.