Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 "Frühlingssymphonie"

Entstehung

Robert Schumann skizzierte seine erste (vollendete) Symphonie in vier Tagen zwischen dem 23. und dem 26. Januar 1841 in Leipzig. Für die Instrumentierung und die Ausarbeitung der Partitur benötigte er die Zeit vom 27. Januar bis zum 8. Februar (erster und zweiter Satz) und vom 15. bis zum 20. Februar (Scherzo und Finale). Doch nahm er bis zur Erstpublikation der Stimmen im November 1841, ja selbst für die viel später, im Januar 1853 veröffentlichte Partitur immer noch Korrekturen am Notentext und an der Instrumentation vor. Den Titel „Frühlingssymphonie“ gab Schumann seinem Werk von Anfang an; die literarischen Überschriften der vier Sätze hingegen („Frühlingsbeginn“ – „Abend“ oder „Idylle“ – „Frohe Gespielen“ – „Voller Frühling“) zog er vor der Erstveröffentlichung wieder zurück.

 

Widmung

In der Partitur: „Sr. Majestät dem Könige von Sachsen Friedrich August [II.] in tiefster Ehrfurcht zugeeignet“. Friedrich August II. (1797–1854) aus dem Haus der albertinischen Wettiner war von 1836 bis zu seinem Unfalltod in Tirol dritter König von Sachsen. Unter dem Eindruck der Märzrevolution von 1848 berief er noch liberale Minister in die Regierung, hob die Zensur auf und erließ ein neues Wahlgesetz; später hingegen, während des Dresdner Maiaufstands 1849, löste er das Parlament auf und ließ zur Unterdrückung der Demokratiebewegung seine Soldaten auf das eigene Volk schießen, wobei Dutzende von Zivilisten starben...

 

Uraufführung

Am 31. März 1841 in Leipzig im Großen Gewandhaus-Saal (Leipziger Gewandhaus-Orchester unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy).