Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Beethoven hatte sich bereits als Pianist und Komponist von Klavier- und Kammermusikwerken einen Namen gemacht, als er im April 1800 seine erste Symphonie der Öffentlichkeit präsentierte. Die Vorbilder Mozart und Haydn, die im Gebiet der klassischen Symphonie mustergültige Werke geschaffen hatten, sind hier noch erkennbar, doch überraschte Beethoven das Publikum mit einem neuen Ton und unkonventionellen Mitteln. So verzögert bereits die langsame Einleitung das gewohnte Vorstellen der Tonika, um dann in einen energiestrotzenden, vom rhythmischen Impuls getragenen Sonatensatz von großer Anlage überzugehen. Weniger revolutionär vorwärtsdrängend orientiert sich der Finalsatz eher an der Tradition von Haydns Schlusssätzen, doch finden sich auch hier schon die melodisch-thematischen und rhythmisch-metrisch Bildungen, die den Personalstil von Beethovens späteren Symphonien prägen.