Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

"Die Symphonie schrieb ich im Dezember 1845 noch krank; mir ist´s als müßte man ihr dies anhören" bekannte Robert Schumann zu seiner 2. Symphonie, die er gleichsam als therapeutische Maßnahme nach seinem völligen physischen und psychischen Zusammenbruch komponierte. "Ich skizzierte sie, als ich physisch noch sehr leidend war, ja ich kann wohl sagen, es war gleichsam der Widerstand des Geistes, der hier sichtbar influiert hat und durch den ich meinen Zustand zu bekämpfen suchte." Diese Haltung ist konzeptionell durchaus in die Symphonie eingegangen: die "Schmerzensklänge" des langsamen Satzes geben das Leid Schumanns in Musik transformiert durchaus wieder. Doch wird der Schmerz überwunden durch das versöhnliche und harmonische Finale, zu dem Schumann bekannte: "im letzten Satz fing ich an, mich wieder zu fühlen."