Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 "Schottische"

Anlässlich eines Aufenthaltes im Schottischen Hochland 1829 soll Felix Mendelssohn Bartholdy die Anregung zu seiner dritten Sinfonie empfangen haben. In einem Brief an die Eltern schildert er seine Eindrücke der Reise: "Wir gingen heut nach dem Palaste, wo Königin Maria gelebt und geliebt hat. Der Kapelle daneben fehlt nun das Dach; Gras und Efeu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin von Schottland gekrönt. Es ist da alles zerbrochen, morsch, und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heut da den Anfang meiner Schottischen Symphonie gefunden." Allerdings sollte es noch zwölf Jahre dauern, bis Mendelssohn das Werk in Leipzig und Berlin vollendete. Doch hat sich die Inspiration der Schottischen Reise konsequent erhalten, so dass die Sinfonie durchaus als ein schottisches "Stimmungsbild" bezeichnet werden kann und Richard Wagner hat bestimmt nicht völlig zu Unrecht seinen Kollegen Felix Mendelssohn Bartholdy als einen "musikalischen Landschaftsmaler" bezeichnet.