Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (Endfassung 1853)

Robert Schumanns vierte Symphonie in d-Moll op. 120 sollte in ihrer ursprünglichen Fassung besser als zweite Symphonie bezeichnet werden. Die erste Fassung der Symphonie in d-Moll, in Schumanns symphonischen Schaffungsjahr 1841 entstanden, wurde am 6. Dezember desselben Jahres im Leipziger Gewandhaus unter Ferdinand David uraufgeführt. Der Erfolg des Werkes war eher mäßig. Danach legte Schumann diese Symphonie für fast ein Jahrzehnt zur Seite und ließ sie auch nicht veröffentlichen. Erst nach dem Erfolg seiner „Rheinischen Symphonie“ begann er seine Symphonie in d-Moll stark umzuarbeiten. Neben ihrem formalen Merkmal der durchgehenden Satzfolge gestaltet sich vor allem die Instrumentation im Gegensatz zur durchsichtig instrumentierten Erstfassung nun deutlich dichter. Oftmals erscheinen in der zweiten Fassung ehemalige Solopassagen in ganzen Stimmgruppen. Auch erhält die Symphonie nun den neuen Titel „Symphonische Phantasie“. Es sollten allerdings nochmals zwei Jahre für die Arbeit an der Instrumentation vergehen, ehe Schumann die „Phantasie“ wieder als Symphonie bezeichnen sollte. Als Jahrzehnt umspannende Komposition markiert und vereint in sich dieses Werk unterschiedliche Stationen im symphonischen Schaffen Schumanns. Am 3. März 1853 erfolgt in Düsseldorf die Uraufführung der endgültigen zweiten Fassung, die schließlich als seine vierte und letzte Symphonie ihren Einzug in die Konzertsäle fand.