"Lament for Two Violas"

Für ein Konzert im März 1912 hatte Frank Bridge, der spätere Kompositionslehrer Benjamins Britten, zwei einsätzige Bratschenduette komponiert: ein „Lament“ und eine „Caprice“. Durch seine genaue Kenntnis der Viola gelingt es Bridge in „Lament“, die zwei Instrumente wie vier klingen zu lassen. In den Außenteilen entspinnt sich ein langer, eindringlicher, sehr lyrischer Dialog. Der Mittelteil ist ein elegantes und gleichzeitig schwermütiges Menuett, das nahtlos in eine ausgeschmückte Rückkehr des chromatischen Anfangsdialogs mündet.