Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 551 "Jupiter-Symphonie"

Mozarts letzte Symphonie, entstanden innerhalb weniger Tage 1788 in Wien, ist zugleich Abschluss und Aufbruch: Zum einen fasst Mozart hier noch einmal zusammen, was die Symphonie bis dahin ausgezeichnet hat. Zum anderen weist sie den Weg zur großen Symphonik des 19. Jahrhunderts. Erstmals in der Geschichte der Gattung gewinnt der viersätzige Satzzyklus eine deutliche Ausrichtung auf das Finale hin, das Mozart hier besonders heraushebt, indem er es in Form und Manier einer großdimensionierten kunstvollen Fuge gestaltet. Mozarts Zeitgenossen galt diese Symphonie bald als Nonplusultra der gesamten symphonischen Literatur, so dass bereits 1828 ein Musikjournalist unwidersprochen feststellen konnte: "Wer dies Mozartsche Werk, mit dem schönen Adagio und dem Pracht- und Meisterstück der Schlußfuge, nicht kennt, den interessiert die ganze Gattung nicht." Und so gehört die "Jupiter"-Symphonie, die ihren Beinamen erst im 19. Jahrhundert wohl aufgrund ihrer Großartigkeit und ihres erhabenen und feierlichen Charakters erhielt, neben Haydns "Paukenschlag"-Symphonie, Beethovens Fünfter, Schuberts "Unvollendeter", Mendelssohns "Italienischer", Brahms Erster, Bruckners Siebter und Mahlers Fünfter zum engsten Kern des "klassischen" Kanons der Gattung Symphonie.