Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100

Sergej Prokofjews 1944 während des Zweiten Weltkriegs entstandene 5. Symphonie gilt als sein symphonisches Hauptwerk. Sie ist einerseits ein Dokument von Prokofjews Bekenntnis zur sowjetischen Gesellschaft und musikalischen Ästhetik. Andererseits erschöpft sie sich nicht darin, mit den Mitteln des sozialistischen Realismus ein heroisch-pathetisches Menschenbild zu beschwören, sondern zeigt darüber hinaus echte humanistische Gesinnung. Prokofjew selbst hatte das Werk als eine Symphonie "auf die Größe des menschlichen Geistes" und als ein "Lied auf den freien und glücklichen Menschen" bezeichnet. Die Symphonie ist ebenso effektvoll in ihrer Instrumentierung wie ausdrucksstark in ihrer Melodik - Charakteristika, die sie seit ihren ersten Aufführungen 1945 in Moskau und bald darauf in Boston und Paris zu einem der bekanntesten und beliebtesten Orchesterwerke Prokofjews haben werden lassen.