Symphonie Nr. 8 Es-Dur "Symphonie der Tausend"

Es war ein Marketing-Coup des Konzertveranstalters, Mahlers achte Symphonie als die „Symphonie der Tausend“ zu bewerben. Mahler hingegen wehrte sich in Anspielung auf den amerikanischen Großzirkus gegen eine „Barnum-and-Bailey-Aufführung“. Von der inneren Größe seines Symphonie-Neulings war er allerdings überzeugt und sprach immer wieder von seinem „Hauptwerk“. In den beiden textlich wie kompositorisch stark divergierenden Teilen der Symphonie verbindet Mahler mit der Vertonung des altkirchlichen Pfingsthymnus „Veni, creator spiritus“ und der Schlussszene von Goethes „Faust II“ zwei Weltbilder zu einem Synkretismus und schafft ein klingendes Universum. „Ein Gleichnis der Welt in Tönen“.