"Syrinx" für Flöte solo

Der Titel des Stückes bezieht sich auf den in Ovids Metamorphosen überlieferten antiken Verwandlungsmythos der Nymphe Syrinx. Auf der Flucht vor dem Hirtengott Pan wurde sie in Schilfrohr verwandelt. Daraus setzte Pan dann eine siebentönige Flöte zusammen, auf der er seine Sehnsucht nach Syrinx beschwor. Das Flötensolo entstand 1913 als Schauspielmusik zu einem zeitgenössischen Drama (Psyché von Gabriel Mourey), hat sich aber längst als Klassiker des Flötenrepertoires verselbständigt. In seinen stilisierten Klagelauten, in der Ausnutzung der tiefen Lage des Instruments und seinem mythischen Zauber gehört es zu den poetischsten Stücken für das Instrument. "Syrinx" erinnert musikalisch an das einleitende Flötensolo zu Debussys berühmtem Orchesterwerk „Prélude à l'après-midi d'un Faune“.