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Ethel Smyth

Ethel Smyth, Komponistin, Schriftstellerin, Frauenrechtlerin, widersetzte sich bürgerlichen Konventionen und verfolgte konsequent das Ziel, im internationalen Musikbetrieb als Komponistin anerkannt zu werden. Ethel Smyth wurde 1858 als Tochter eines Generalmajors in Marylebone geboren. Allen Erwartungen ihres Umfelds zuwider entschied sie sich gegen eine Heirat und ein etabliertes gesellschaftliches Leben und verfolgte stattdessen die Laufbahn einer Komponistin. Sie war die erste Frau, die Kompositionsunterricht am Leipziger Konservatorium erhielt. Sie selbst beschrieb die fünf Jahre in Leipzig, in denen sie voll am gesellschaftlichen Leben der Stadt teilnahm und Kontakte zu zahlreichen Persönlichkeiten pflegte, als die schönsten in ihrem Leben. In den Jahren 1911 bis 1913 engagierte sich Ethel Smyth aktiv in der britischen Frauenrechtsbewegung. Aus dieser Zeit stammt ihr berühmter March of the Women. Nach Ausschreitungen wurde sie verhaftet und verbrachte einige Zeit im Gefängnis. Später erhielt sie von George V. den Titel einer Dame Commander of The Order of the British Empire. Drei britische Universitäten verliehen ihr die Ehrendoktorwürde. Smyth starb am 8. Mai 1944 in Woking (Surrey).