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Jacques Ibert: »Deux Interludes« für Flöte, Violine und Harfe

Jacques Ibert wird hierzulande als Komponist immer noch maßlos unterschätzt. Allenfalls sein Flötenkonzert findet sich gelegentlich auf den Spielplänen. Ganz anders in seiner Heimat Frankreich: Dort zeigt sich ein tieferes Verständnis für die impressionistische Leichtigkeit seiner Musik, ihre Farbigkeit und das, was die Franzosen »clarté« nennen. Ibert, der seine musikalische Ausbildung unterbrach, um im Ersten Weltkrieg als Marineoffizier zu dienen, komponierte Opern, Ballette, Filmmusik und symphonische Werke und beschloss seine musikalische Karriere als Direktor der Pariser Oper. Seine »Deux Interludes« gehen auf eine Schauspielmusik zurück, die er zu Suzanne Lilars Theaterstück »Le Burlador« komponiert hatte. Kommt das erste »Interlude« mit seinen eleganten Lyrismen und der impressionistischen Farbgebung sehr französisch daher, so zeigt das zweite Iberts Vorliebe für spanische Musik. Es handelt sich um einen andalusischen Tanz alla Gitano, wobei die Harfe die Rolle der Flamenco-Gitarre einnimmt.

 

– Martin Demmler

Jacques Ibert

Jacques Ibert wird hierzulande als Komponist immer noch maßlos unterschätzt. Allenfalls sein Flötenkonzert findet sich gelegentlich auf den Spielplänen. Ganz anders in seiner Heimat Frankreich: Dort zeigt sich ein tieferes Verständnis für die…

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