Arnold Bax träumte von der großen keltischen Vergangenheit Britanniens, seit er in seiner Jugend ein Yeats-Gedicht gelesen hatte. Daher rührte auch seine Begeisterung für die Harfe, denn die Wurzeln des Harfenspiels in Großbritannien liegen im keltischen Wales und in Irland. Insgesamt sieben Kompositionen hat Bax diesem Instrument gewidmet. Das »Elegiac Trio« entstand 1916 nach Niederschlagung des irischen Osteraufstands durch die Briten. Bax, der eine besondere Affinität zu Irland verspürte und die grüne Insel immer wieder besuchte, war äußerst betroffen von diesem fehlgeschlagenen Versuch der Iren, ihre Unabhängigkeit zu erlangen. Eine Reihe von Bax’ Freunden fand während des Aufstands den Tod. Darauf reagierte er mit seinem »Elegiac Trio«. Das Werk ist zweiteilig. Während der erste Abschnitt mit seinen wogenden Arpeggien der Harfe wie der Auftakt zu einem von der Viola übernommenen Bardengesang wirkt, gestaltet Bax den zweiten Teil als sehr langsamen und feierlichen Gesang der Harfe.
– Martin Demmler
Arnold Bax, am 8. November 1883 in Streatham im Süden von London geboren und studierte an der Royal Academy of Music Klavier und Komposition. Unter dem irischen Pseudonym Dermot O'Byrne veröffentlichte er auch einige Novellen, die sein literarisches…