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Aram Chatschaturjan: Konzert für Klavier und Orchester Des-Dur

Qualitäten der Musik Chatschaturjans sind die gelungene Verbindung regionaler Folklorismen mit der russischen Musiktradition, die Erfindung lapidarer, einprägsamer Melodien und der vorwärtstreibende Puls einer von Rimskij-Korsakow beeinflussten Rhythmik. Auch in seinen drei Instrumentalkonzerten ist Chatschaturjans Musik immer innovativ und von virtuosem Zuschnitt. Auch hier verwendet er gern Folklorismen, die er sich aneignet und raffiniert umformt, etwa im langsamen Satz des Klavierkonzerts, das mit dem Nationalkolorit seiner Themen und seiner an die Volksmusikinstrumente Transkaukasiens erinnernden Instrumentierung Chatschaturjans Handschrift erstmals gültig dokumentiert. Als typisches Jugendwerk strahlt es Heldenhaftigkeit aus, aber auch romantische Begeisterung und tänzerischen Übermut; zusätzlich markiert es einen neuen Schritt in der Entwicklung des Komponisten hin zur Betonung der Klangfarbe: Aus der Oboe glaubt man die armenische "Duduki" zu vernehmen und aus den Bratschen die persischen "Kemantschen".