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Dmitrij Schostakowitsch: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

Die Komposition des Cellokonzert Nr. 1 fällt in die „Tauwetter“-Periode nach Stalins Tod, in der sich Schostakowitschs Ansehen und Stellung innerhalb der russischen Musik langsam rehabilitierte. Inspiriert zu der Komposition wurde er zum einen von seinem Freund, dem bedeutenden Cellisten Mstislav Rostropowitsch, aber auch vom „Symphonischen Konzert“ Prokofjews, das Schostakowitsch sehr bewunderte. Das Konzert basiert auf einem 4-Ton-Motiv, eine zu Beginn keck wirkende Figur, die eine gewisse Verwandtschaft mit Schostakowitschs musikalischem Anagramm D-S-C-H birgt. Der formale Aufbau des Konzerts ist ungewöhnlich mit einem gespenstisch schönen 2. Satz, einer dramatischen, zu einem eigenen Konzertsatz ausgedehnten Solokadenz und zwei dynamischen, agilen Ecksätzen. Ähnlich wie in seinem 1. Klavierkonzert die Trompete, schlüpft hier das Horn in die Rolle eines zweiten Soloinstruments. Als Widerpart des Cellos ist die Pauke zu sehen, die mit scharfen Einwürfen den Fortlauf unterbricht oder in eine andere Richtung wendet, so wie im 2. Satz, der nach dem Niederfahren des Paukenschlägels in eine schaurige Atmosphäre getaucht wird.

Dmitrij Schostakowitsch

Geboren am 25. September 1906 in St. Petersburg, kam Schostakowitsch schon als Kind mit russischer und deutscher Musik in Berührung. Mit dreizehn Jahren begann er sein Studium (Klavier und Komposition) am Petrograder Konservatorium, das er 1925…

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